Luxusreduit: Rund die Hälfte der Wohnräume liegt unterirdisch, an die Oberfläche treten die vier Stadtvillen als weisse Schachteln. Fotos: Roger Frei

Unterirdische Grösse

Sechs Mal sind Lischer Partner bei der Stadt angetreten, bis sie im Luzerner Nobelhang vier Villen vergraben konnten. Ein schlechter Anfang für ein Projekt ohne gutes Ende.

Daniel Lischer ist froh und stolz, dass er heute mit Blick auf den Vierwaldstättersee und den Pilatus frühstücken kann. Der Architekt bewohnt mit seiner Familie seit letztem Jahr eine der vier neuen ‹Stadtvillen›, die sein Büro an Luzerns bester Wohnlage bauen konnte: im Südhang oberhalb des rechten Seeufers. Bis es so weit kam, durchliefen Architekt und Projekt eine lange Leidensgeschichte. Sie führte dazu, dass Lischer sein eigener Bauherr wurde und an bester Aussichtslage mehr als die Hälfte der exklusiven Wohnfläche in den Hang vergrub. Doch von vorne: Lischers Büro bekam den Auftrag, eine spätklassizistische Stadtvilla aus dem Jahr 1868 zu sanieren und umzubauen. So wurde Lischer auf das Restgrundstück unterhalb des exklusiven Bürgerhauses aufmerksam, das teilweise seinen Auftraggebern gehörte. 2006 machte sein Büro einen ersten Entwurf für eine Überbauung im verwilderten Vorgarten der Villa und des Nachbarhauses. Vier Jahre, etliche Entwürfe und sechs Stadtbaukommissions-Sitzungen s...
Unterirdische Grösse

Sechs Mal sind Lischer Partner bei der Stadt angetreten, bis sie im Luzerner Nobelhang vier Villen vergraben konnten. Ein schlechter Anfang für ein Projekt ohne gutes Ende.

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