Der Architekt und frisch ernannte ETH-Professor Jan de Vylder in seinem Wohnhaus in Gent. Fotos: Filip Dujardin

Unreine Lehre

Gerade starten drei neue Architekturprofessoren aus Flandern an der ETH Zürich. Was sie bauen, was sie denken, und warum plötzlich alle diese Belgier lieben.




Die Erde ist schwarz, der Himmel tief. «Le plat pays, het platte Land!» Kurz sieht es so aus, als finge Jan de Vylder an zu singen. Der 49-Jährige sitzt hinterm Steuer. Angesagte Adidas-Schuhe und nach hinten gekämmte Haare lassen den frisch ernannten ETH-Professor so schnell aussehen, wie er spricht. Er redet vom Arbeiten mit begrenzten Mitteln. Er sagt, darin gründe in Flandern, dem niederländisch-sprachigen Teil Belgiens, alle Kunst. Das Wort ‹humble› fällt oft. Bescheiden, demütig.
Kurz vor Gent rollen wir von der Autobahn, parkieren vor einem hundertjährigen Bau mit schmuckem Ziegelmauerwerk: die Psychiatrische Klinik Caritas in Melle. Im Park dahinter steht ein ähnliches Haus, drei Geschosse hoch, mit Stufengiebel und Türmchen. Doch etwas stimmt nicht. Die Dachbalken ragen wie Gerippe in den Himmel. Fenster blicken schwarz. Wir gehen über roten Schotterboden ins Innere des Hauses, das eigentlich ein Aussenraum ist. Strassenlaternen stehen darin und Bäume. Grasgrüne Stahlträger stützen die ausgehöhlten Aussenwände. Die Architekten De Vylder Vinck Taillieu (ADVVT) haben das nicht mehr gebrauchte Gebäude chirurgisch teilzerlegt und daraus einen Teil des Parks gemacht. Auf den verbliebenen Etagen schützen Gewächshäuser vor der Witterung. Hier fühlt man sich wie ein Kind an einem verbotenen Ort. Staunend. Verstört. Ein solches Gebäude, ausgerechnet in einer Psychiatrie? «Wir haben mit Patienten und Ärzten gesprochen», sagt der Architekt. Ein guter Prozess. Eine Gittertür versperrt die Treppe zu den oberen Geschossen. Wer hinaufmöchte, muss den Schlüssel an der Reception holen. Die viel publizierten Bilder des Hauses versprechen ein Gebäude als lustigen Park. Vor Ort erlebt man aber ein Gebäude als Abgrund.


Ruinen und halbe Häuser: Jan de Vylder

Ich stelle mir Jan de Vylders Leben wie unsere Autofahrt vor: rasant, mit wachem Kopf, aber an keinem Ort so richtig angekommen. Unter den flämischen Architekten ist er einer der gefragtesten. Vortrag in Princeton, Ausstellung in Venedig, Professuren überall: Noch ist er Programmdirektor der Architekturfakultät an der Katholischen Universität Leuven in Gent und Brüssel, noch sind er und sein Büropartner Jo Taillieu Gastprofessoren an der ETH Lausanne, und noch ist de Vylder Professor in Mendrisio, wo ihn die Studierenden bekniet haben sollen zu bleiben. Auf der Autobahn ein Anruf aus Porto: Wir machen eine Ausstellung, seid ihr dabei? Bei einem Handwerker holen wir ein farbiges Regal ab, das ADVVT für die Brüsseler Galerie Maniera entworfen haben. Am Abend wird es zusammen mit den Werken vieler Künstler versteigert. Mit seiner Büropartnerin Inge Vinck hat der Architekt drei Kinder, aus seinem früheren Leben zwei. Wie kriegt er das alles hin? «Don’t ask.»

In Kortrijk, nahe der französischen Grenze, betreten wir einen Laden. Hier gibt es Schmuck und schöne Sachen. Doch auch er ist eine Ruine. Zumindest halb. Das Haus, das sich tief in die Parzelle der Kleinstadt schiebt, ist durch eine Glaswand längs geteilt. Hoch oben läuft schrundiger Backstein ins alte Dachgestühl, darunter stehen makellos weisse Stahlregale auf Trottoirplatten. Hinten, im Hof, trinken entspannte Gäste unter einem offenen Dachstuhl Tee. Sie blicken durch mehrere Schichten hindurch: altes Fensterloch, neue Glaswand, Stahlregal und Rückwand. Es ist eine Bühne, wie so oft in den Gebäuden von ADVVT. Und man weiss auch da nicht, ob man sich vor oder hinter den Kulissen befindet. Etwas Kaputtes wird mit einfachen Mitteln geflickt. Etwas Neues kommt hinzu, eine andere Ordnung, die sich mit der vorhandenen überschneidet. So entstehen fotogene, manchmal atemberaubende Szenerien, die unfertig aussehen, aber perfekt komponiert sind. Wie machen ADVVT das? «Wir fragen uns oft: Wie weit können wir gehen?», sagt Jan de Vylder. Was man belasse und was hinzufüge, das liege am jeweiligen Tag. So sprechen Künstler, keine Architekten.

Weiter gehts nach Brüssel. In einem umgenutzten Gewerbehof tragen junge Kreative gerade ihr Sofa auf den Rasen. Hier arbeitet das Architekturbüro AGWA, mit dem ADVVT kürzlich einen grossen Wettbewerb gewonnen haben. Sechs Köpfe beugen sich über ein Modell des Palais des expos in Charleroi, ein riesiges Überbleibsel florierender Industriezeiten. Auch ihn machen die Architekten zur Ruine, ziehen dem Koloss einen Teil der Haut vom Skelett, innen und aussen. Die Treppengeländer sind Absperrungen, wie man sie bei Konzerten braucht, grasgrün gestrichen. Glasboxen stehen in der rohen Betonwelt, wie die Gewächshäuser im Park-Haus der Psychiatrie. «It is open. For wind, rain, birds.» Jan de Vylder lächelt. Auch hier stapelt sich eine Art Park, aber mit acht Metern Deckenhöhe geht es um andere Grössenverhältnisse. Charleroi liegt in Wallonien, im Wettbewerb war ein französischsprachiges Büro, wie AGWA, Pflicht. Diese Zusammenarbeit sei aber kein Alibi, betont der Architekt. Man redet Englisch, um sich auf sprachlich neutralem Gebiet zu treffen. In Brüssel überschneiden sich nicht nur die beiden Sprachregionen Belgiens, hier spricht man noch hundert weitere Sprachen.

ADVVT haben dreissig Mitarbeiter und viel gebaut, ein solch grosses Projekt wie Charleroi allerdings noch nicht. Anders als in den Niederlanden mit ihrer langen Tradition des sozialen Wohnungsbaus sind grossmassstäbliche Wohnbauten im katholisch-konservativen Flandern selten. Hier baut man Einfamilienhäuser und Vorhandenes um, die Industrialisierung auf dem Bau ist wenig fortgeschritten und darum die handwerkliche Tradition noch lebendig. Doch lässt sich die Architektur Jan de Vylders auch in der Schweiz realisieren? Kann sie dem Anspruch auf Perfektion, Intaktheit, Nachhaltigkeit gerecht werden? Der redselige Architekt schweigt. Dann sagt er, er habe Bedenken.


Theorie der Praxis: Maarten Delbeke

Das Interesse an der flämischen Architektur ist gross und global. Flandern ist heute, was die Deutschschweiz und Holland in den Neunzigerjahren waren: ein gelobtes Architektenland. In Zürich treffe ich Maarten Delbeke, um ihn zu fragen, warum das so ist. Der erste der drei neuen Belgier an der ETH hat sich in seinem Büro auf dem Hönggerberg eingerichtet. In den Regalen stehen noch wenige Bücher, ein royal gestreiftes Sofa sorgt für etwas Atmosphäre in der Nüchternheit. Der Professor für Kunst- und Architekturgeschichte empfängt in Jeans und leicht verwaschenem T-Shirt. Er sei Barockexperte, heisst es, doch als Architekturkritiker begleitet der 47-Jährige auch das gebaute Schaffen seiner Zeitgenossen. Um die heutige Blüte flämischer Architektur zu erklären, erzählt er von ihren Wurzeln. Von der Kulturszene der Achtzigerjahre, dem regen Austausch zwischen Mode und Theater, Tanz und Architektur. Von Architekten, die bauten, lehrten und politisch wirkten: Christian Kieckens, Robbrecht en Daem, Stéphane Beel. «Als wir studierten, machten sie klar, dass Architektur wichtig ist. Und dass gute Architektur sogar in Belgien möglich ist.» Um 1990 begann die Regierung, Baukultur zu fördern, mit dem Vlaams Architectuurinstituut, einem Jahrbuch und vor allem mit dem Vlaamse Bouwmeester. Architekten wie Peter Swinnen sorgten auf diesem Posten dafür, dass jüngere Büros über Wettbewerbe an Aufträge kamen. Die Hochschulen begannen, akademische Forschung ernster zu nehmen. Das ist Delbeke wichtig. «Ich bin ein lebender Beweis dafür.»

Delbelke ist kein Kunsthistoriker, er ist Architekt. Zwar schrieb er seine Doktorarbeit über die Kunst- und Architekturtheorie im Rom Berninis, und wenn er von der «early modern period» redet, meint er das 16. bis 18. Jahrhundert. Trotz seiner akademischen Karriere lehrte er als Professor in Gent Architekturtheorie und Entwurf. Dieselben Studierenden, die montags in seinem Studio zeichneten, hörten dienstags seine Vorlesung. «Ich versuchte nicht, Architekturtheorie ‹wie ein Architekt› zu lehren. Ich versuchte auch nicht, die Theorie ins Studio zu drücken.» Bauen und historisch forschen seien zweierlei Dinge, sagt er bestimmt. Doch handle es sich nicht um zwei getrennte Welten, sondern um einen permanenten Dialog.

An seiner ETH-Professur geht es um Theorie, nicht um Praxis. Doch möchte er die Zusammenarbeit auch mit Entwurfskursen suchen. Eine der Fragen, der er sich in Zukunft widmen möchte: Welche Rolle können digitale Werkzeuge in der Architekturgeschichtsforschung spielen? Doch momentan sind Delbeke und seine sieben Assistenten noch emsig dabei, sich auf die nächsten Semester vorzubereiten. Der dreifache Familienvater lebt in Brüssel. Sein Team stammt aus den Niederlanden, Deutschland, den USA, Italien, Australien, Griechenland, Österreich und der Schweiz. Aus Belgien? Nur er.


Heitere Entspanntheit: An Fonteyne

Der westliche Teil des Brüsseler Zentrums ist ein hartes Pflaster. Kaputte Möbel stehen an der Strasse, manche Eingänge sind zugemauert. In Blickweite beginnt Molenbeek, das Quartier, das als Hort islamistischer Terroristen von sich reden machte. In den lichten Räumen einer ehemaligen Papierfabrik sitzen einige der 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Noa Architecten. Bücher stapeln sich auf USM-Haller-Regalen, filigrane Papiermodelle stehen neben portugiesischen Kacheln, ein Rennrad lehnt am Ping-Pong-Tisch. Birken und Farn wiegen sich im Hof, durch die offene Glastür zieht kühle Luft hinein. Draussen hängt eine Schaukel, drinnen ein Sandsack – harmonisches Gleichgewicht, dafür stehen Noa.

Auf dem Tisch liegt Andrea Deplazes’ Konstruktionsbuch. Meinen Blick quittiert An Fonteyne mit einem Lachen. In den Neunzigerjahren seien sie in die Schweiz gepilgert. Ihr Studium an der Universität Gent war sehr technisch. «Wir mussten kämpfen, um über Architektur zu sprechen», sagt Fonteyne. Das britische Englisch der 46-Jährigen zeigt einen weiteren Einfluss: Nach dem Studium arbeitete sie bei David Chipperfield in London. Dort lernte sie den Deutsch-Holländer Jitse van den Berg kennen, mit dem sie heute zwei Töchter hat. Damals gingen sie für einige Jahre nach Berlin und gründeten dann mit ihrem Studienfreund Philippe Viérin in Brüssel Noa Architecten. Das Büro gewann 2001 gleich die ersten beiden Wettbewerbe und startete mit für Belgien grossen Aufträgen.

Der bisher grösste ist die Umnutzung eines Gefängnisses im Osten Flanderns für die Universität Hasselt. Nach einer Autostunde stehen wir vor geschlossenen Backsteinmauern. Mit seinen fünf sternförmigen Flügeln sieht das Gebäude aus wie der Prototyp seiner Gattung. Winzige Zellen, dicke Mauern, kaum zu glauben, dass es noch bis 2005 als Haftanstalt genutzt wurde. Die meisten Wettbewerbsteams wollten das Gebäude abreissen, auch die Universität fand, es passe nicht zu ihrem Image. Ausgerechnet die juristische Fakultät lehrt dort. «Es ist doch nicht schlecht, wenn zukünftige Richter das sehen», sagt die Architektin. Die Arrestzellen dienen nun als Studierzellen, die dreieckigen Höfe zwischen den Flügeln sind jetzt Eingangs- oder Pausenhof, Auditorium mit weitem Foyer oder eine Mensa mit gefaltetem Grasdach. Raum, Material und Farbe tauchen den Ort in eine völlig andere Stimmung. Der Bau sei eine Gratwanderung gewesen, meint An Fonteyne: Bewahren der Geschichte hier, neuer Inhalt dort. Grüne oder harte Aussenräume treppen sich zum Dachgarten hinauf, von dem aus die Studierenden über die Gefängnismauern blicken. Hinter dem Gefängnisstern bauten die Architekten Unterrichtshäuser aus gelben Betonplatten, an der Strasse freut sich die Univerwaltung über ihr gläsernes Haus, das ihrem Selbstbild entspricht. Zerbrechlichkeit und Offenheit seien wichtige Eigenschaften, sagt die Architektin über ihren Entwurf aus mehreren unterschiedlichen Teilen. Wo bei ADVVT Abgründe lauern, lockt bei Noa heitere Entspanntheit.

Doch Noa können auch abstrakt. Wir stehen in einer schmalen Gasse bei den filigranen Renaissancefassaden des Druckereimuseums Plantin-Moretus. Von der Gasse blickt man in den Lesesaal eines Neubaus, eine Schatulle mit tiefblauer Decke und Verkleidungen aus Leder und Holz an Wänden und Stützen. auf den drei Geschossen darüber lagern die Schätze des Museums hinter einer fensterlosen Fassade aus Holz. Was stellt sie dar? Einen Setzkasten? Oder die abstrakte Weiterführung der beeindruckenden Nachbarschaft? Die irrationale Komposition der hölzernen Stege und Riegel entwarfen die Architekten mit dem befreundeten Künstler Benoît van Innis. Eine Lehre ihrer frühen Reisen in die Schweiz.

Es geht noch abstrakter. Im Hafengebiet von Antwerpen steht ein riesiger Monolith inmitten von Containerstapeln. 25 Meter hoch überragt die petrolfarbene Trafostation die Strasse. Eine eigenartige Nische leitet kühlenden Wind ins Innere. Eine grobe Schalung strukturiert den Beton. Der Klotz neigt sich ganz leicht nach vorn in Richtung Wasser. Humor und Emotion seien wichtig, findet An Fonteyne. Und Identität. Das Ringen damit sei in Belgien ein Thema – auch, weil dem Land eine klare Identität fehle. Ihr Kleid? Ja, das sei von einer flämischen Designerin, Sofie D’Hoore. Auf einem Lastwagen, der vor dem Monolithen parkt, steht gross ‹Everything is possible›. Der sei nicht bestellt, sagt die Architektin lachend.


Von Flandern lernen

Der Erfolg der flämischen Architektur scheint An Fonteyne zu überraschen. Auch der eigene: «Hier kämpfen wir um Geld und Aufmerksamkeit, und plötzlich blickt man auf uns.» Eine sprechende Architektur versuche Noa zu machen, dem Bestehenden Bedeutsames hinzuzufügen. Arbeiten mit dem Alltäglichen? «Wir müssen.» Manchmal verzweifle sie auf der Baustelle, weil die Möglichkeiten fehlen. Da sei nichts Romantisches daran.

Rückreise aus dem platten Land. Die dichte, zersiedelte Landschaft Flanderns vor dem Zugfenster. Selbstgebautes und Unfertiges. Schönes und Hässliches. All das geschichtet zu manchmal surrealen Szenen. Maarten Delbeke hatte gesagt: «Wer in solch einem Kontext arbeitet, der ist wachsam gegenüber der Komplexität und den Widersprüchen des Alltäglichen.» Und der wisse um die Tatsache, dass Architektur nicht alles kontrollieren könne. Auch Jan de Vylder hat von den bescheidenen Verhältnissen gesprochen: «Wir gehen mit dem Unmöglichen um. Und jetzt kommen alle zu uns, um zu lernen, wie das geht.» Sogar die Schweiz. Und sie wird von den Flamen lernen. Von ihrer künstlerischen Radikalität, ihrer Emotionalität, vom Jonglieren mit begrenzten Mitteln. Das Leben mit dem Unfertigen, es würde uns guttun.
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Flamen am Departement Architektur der ETH

2016 wirkte Marie-José Van Hee als Gastprofessorin in Zürich (bis Herbst 2016). Xaveer de Geyter (bis Frühjahr 2017) und Peter Swinnen (bis Frühjahr 2018) folgten als Gastdozenten. Im Frühjahr 2017 begann Maarten Delbeke, und nun starten die Professuren von An Fonteyne und Jan de Vylder. Auch der Bauingenieur Philippe Block ist Flame. Er kam 2009 als Professor an die ETH Zürich und führt ein Büro in den USA.

Jan de Vylder

1968 geboren in Sint-Niklaas. Bis 1992 Architekturstudium am Hoger Architectuur Instituut Sint Lucas Gent. 1992 bis 2006 Mitarbeit bei Frank Delmulle architecten / Stéphane Beel architecten, ab 2000 selbstständige Tätigkeit, ab 2010 Architecten de Vylder Vinck Taillieu. Lehre: TU Delft, KU Leuven Gent / Brüssel, La Cambre Horta Brüssel, Sandberg Institute Amsterdam, Academia di Architettura Mendrisio, ETH Lausanne. Seit Herbstsemester 2017 ausserordentlicher Professor für Architektur und Entwurf ETH Zürich.

Maarten Delbeke

1970 geboren in Brügge. Architekturstudium, 2001 Promotion an der Universität Gent. Forschung unter anderem am Worcester College in Oxford, am Canadian Centre for Architecture in Montreal und an der Belgischen Akademie in Rom. Lehre an den Universitäten Gent und Leiden, der Griffiths University in Australien und ab 2014 als ordentlicher Professor an der Uni Gent. Seit dem Frühjahrssemester 2017 ordentlicher Professor für Geschichte und Theorie der Architektur an der ETH Zürich.

An Fonteyne

1971 geboren in Oostende. Bis 1994 Architekturstudium an der Universität Gent, 1995 bis 1999 Mitarbeit bei DKV Architecten Rotterdam und bei David Chipperfield Architects London. Seit 1999 Noa Architecten. Lehre: TU Delft, St Lucas Hogeschool voor Wetenschap & Kunst Brüssel und Universität Hasselt. Seit dem Herbstsemester 2017 ausserordentliche Professorin für Architektur und Entwurf ETH Zürich.

Filip Dujardin

Für die Porträts von Jan de Vylder, Maarten Delbeke und An Fonteyne haben wir Filip Dujardin beauftragt. Der Fotograf, geboren 1971, studierte mit vielen der heute bekannten flämischen Architekten in Gent Architektur. Er begleitet nicht nur deren Werk fotografisch, sondern hat ein vielbeachtetes künstlerisches Werk geschaffen.Seine skurril-fantastischen Fotomontagen von Architekturfragmenten waren bereits international zu sehen, zum Beispiel 2016 im belgischen Pavillon an der Architekturbiennale in Venedig.

Dieser Beitrag stammt aus der Ausgabe 9/2017 der Zeitschrift Hochparterre.

Kommentare

hans fischer - liu 16.09.2017 20:49
...wer in solch einem Kontext arbeitet, der ist wachsam gegenüber der Komplexität und den Widersprüchen des Alltäglichen....endlich..........Architektur ist eben doch eine Denkform....Hans Fischer-Liu
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Ich kann das Bild nicht lesen