Miroslav Šiks Forderung ist bereits eindeutig. Am grossen Fresko für den Schweizer Pavillon wird noch fleissig gearbeitet. Fotos: Désirée Good

Und jetzt das Ensemble!

Miroslav Šik kuratiert den Schweizer Beitrag zur Architekturbiennale in Venedig unter dem plakativen Titel: «Und jetzt das Ensembel!» Ein sechzig Meter langes Panorama zeigt Verbindendes und Gemeinsames. Im Interview erklärt Šik, was ein gutes Ensemble ausmacht.

Miroslav Šik zeigt an der Biennale für Architektur in Venedig ein Ensemble: Ein sechzig Meter langes Panorama, das Verbindendes und Gemeinsames vorführt. In Miroslav Šiks Sitzungszimmer an der Zürcher Militärstrasse hängen die Entwürfe zu einem grossen Panorama für den Schweizer Pavillon an der Architekturbiennale in Venedig. Pro Helvetia hat mit der Wahl des Architekturprofessors — noch bevor David Chipperfield «Common Ground» zum Thema erklärte — ins Schwarze getroffen. Das «Verbindende» und das «Gemeinsame» sind ungebrochen Šiks Kernanliegen, seit er vor 25 Jahren mit der Analogen Architektur für Aufsehen sorgte.Wann waren Sie zuletzt als Besucher an einer Architekturbiennale in Venedig? Zur Zeit von Aldo Rossi, 1985. Das ist lange her.Sie lehnen Medienrummel ab. Als Kurator des Schweizer Beitrags zur 13.  Architekturbiennale sind Sie nun Teil dieses Architekturzirkus. Ich vermute, das von mir gewählte Thema «Ensemble» reicht nicht für die mediale Aufmerksamkeit. Wir werden noch etwas Spektakuläres bieten müssen, ein Manifest. Der Titel «Und jetzt das Ensemble!» ist plakativ, erzieherisch, wie: «Putzt euch die Zähne!» Es wird zunehmend individueller entworfen. Dabei entstehen zwar phantastische Dinge, Solitäre und Skulpturen, aber wir verlieren das Gemeinsame. Wir Älteren haben von Aldo Rossi auferlegt bekommen: «Das, was du als Architekt tust, solltest du immer auch kollektiv verstehen.»Was wird im Schweizer Pavillon zu sehen sein? Ursprünglich wollte Pro Helvetia, dass ich die Analoge Architektur ausstelle, doch ich fühle mich noch nicht so weit zu rekapitulieren. Daher habe ich die Büros Miller & Maranta aus Basel und Knapkiewicz  & Fickert aus Zürich eingeladen. Wir haben lange über das Konzept gestritten, bis wir einen Weg gefunden haben. Aus unseren Bauten formen wir eine sechzig Meter lange Kollage. Die W...
Und jetzt das Ensemble!

Miroslav Šik kuratiert den Schweizer Beitrag zur Architekturbiennale in Venedig unter dem plakativen Titel: «Und jetzt das Ensembel!» Ein sechzig Meter langes Panorama zeigt Verbindendes und Gemeinsames. Im Interview erklärt Šik, was ein gutes Ensemble ausmacht.

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