Von Winfried Brenne instandgesetzt: ehemalige Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes von Hannes Meyer und Hans Wittwer von 1930.

Tessenow-Medaille für Demut

Die Heinrich-Tessenow-Medaille geht dieses Jahr nicht an einen sensiblen Grossmeister der europäischen Architektur, sondern an einen unbekannten Denkmalpfleger des Neuen Bauens.

Die Pflege des baulichen Bestandes ist wichtig. Die diesjährige Heinrich-Tessenow-Medaille unterstreicht das. Ging der renommierte Preis bisher an Architekten wie Peter Märkli, Roger Diener oder David Chipperfield, so erhält ihn nun der breiten Kreisen unbekannte Berliner Architekt Winfried Brenne. Seit den Siebziger Jahren setzt dieser Massstäbe für die Instandsetzung von Baudenkmälern der Moderne. Zu seinen Werken gehören Restaurierungen und denkmalpflegerische Konzepte für viele Grosssiedlungen des Neuen Bauens in und um Berlin. Diese Art Architektenarbeit unterscheide sich von der klassischen, schreibt der Zürcher Architekt und langjähriges Mitglied im Vorstand der Heinrich-Tessenow-Stiftung, Martin Boesch in der Laudatio auf Brenne: «Vor dem eigenen Gestaltungswillen steht das sich Einlassen auf das, was ein anderer erdacht hat. Dieses gilt es in Wert zu setzen.»

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