Im Hüttenberg, an wunderschöner Aussichtslage, könnte das Musikhotel mit Konzertsaal gebaut werden. Fotos: Maya Rhyner

Stiftung Musikhotel Braunwald gegründet

Kurz nach der Niederlage in Vals darf sich Peter Zumthor über ein anderes Hotelprojekt freuen: Er soll ein Musikhotel in Braunwald entwerfen.

Seit mehreren Jahren hegen einige Musik-, Braunwald- und Zumthor-Begeisterte die Idee eines Musikhotels mit Konzertsaal passend zur Tradition der Musikwochen Braunwald, dem ältesten Musikfestival der Schweiz. Nun erhält die Idee mit einer prominent besetzten Stiftung neuen Schub. Im Stiftungsrat sitzen Annette Ringer, Mitinhaberin des Ringier-Konzerns, Christine Romberg, Mitglied der Geschäftsleitung des Lucerne Festivals, Michael Eidenbenz, Direktor des Departements Musik der Zürcher Hochschule der Künste, Emanuel Berger, ehemaliger Verwaltungsratspräsident der Victoria-Jungfrau-Hotel-Gruppe, Nationalrat Ruedi Noser, Ständerat Pankraz Freitag sowie die Glarner Regierungsrätin Christine Bickel. Als Präsident und treibende Kraft fungiert der Diplomat und EDA-Mitarbeiter Benedikt Wechsler. Als Besitzer eines Ferienhauses ist er oft in Braunwald zu Gast. «Mir tat es weh, tatenlos zuzuschauen, wie ein schöner, traditionsreicher Ferienort verkommt und die Lebensgrundlagen für eine aktive Dorfgemeinschaft verschwinden», sagte Wechsler nach der Gründung der Stiftung der Zeitung Südostschweiz.
Das Projekt soll ein Hotel mit 70 Zimmern, Wellnessbereich und Restaurant umfassen. Dazu kommt ein Konzertsaal mit 200 bis 400 Plätzen. Die Kosten schätzt man auf 30 bis 40 Millionen Franken. Entstehen soll die Anlage auf einem wunderschön gelegenen Grundstück am «Hüttenberg» mit Blick auf den Tödi und weitere Glarner Bergriesen.

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Kommentare

Martin Zennter 25.03.2012 17:51
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Pasquini 28.03.2012 08:37
Wir sind sowohl Musik-, Braunwald- als auch Zumthor-Begeistert. Aber ob diese Kombination in Form eines Musikhotels für das beschauliche, intakte und ruhige Braunwald wirklich ein Gewinn ist und "die Lebensgrundlage sichert" ist für mich fraglich. Wir werden diese "Absichtserklärung" interessiert weiterverfolgen und sind schon jetzt gespannt auf die Projektpläne von Zumthor.
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