Ein mobiler Roboter schichtete 30 Tonnen Schotter auf und fixierte ihn mit 120 Kilometer Schnur. (Foto: Michael Lio)

Steine schnüren

Auf dem Kirchplatz vor dem Gewerbemuseum Winterthur ragt eine Struktur auf, die nur aus Stein und Schnur besteht. Der «Rock Print Pavilion» ist die neueste Installation der ETH-Professur von Gramazio Kohler.

Auf dem Kirchplatz vor dem Gewerbemuseum Winterthur ragt eine Struktur auf, die nur aus Stein und Schnur besteht. Der «Rock Print Pavilion» ist die neueste Installation, mit der die ETH-Professur von Gramazio Kohler ihre Forschung sichtbar macht. Ein mobiler Roboter schichtete 30 Tonnen Schotter auf und fixierte ihn mit 120 Kilometer Schnur. Die beiden Materialien verzahnen sich ohne weitere Hilfmittel zu einer hochbelastbaren Struktur. Das Verfahren haben Gramazio Kohler bereits 2015 an der Architekturbiennale in Chicago und beim Ars Electronica Festival 2017 in Linz angewandt. Die aktuelle Installation ist Teil der Ausstellung «Hello, Robot», die noch bis 4. November im Gewerbemuseum Winterthur zu sehen ist. Wie die Schotterpfeiler danach rückgebaut werden, zeigt ein Video von 2015: Man zieht an der Schnur und schon fallen die Steine auseinander.

Der Pavillon an der Chicago Architecture Biennial 2015 wird dekonstruiert.

Kommentare

Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen