Stadtbaumeister Erol Doguoglu schildert seinen Alptraum. Er ist offenbar schon beim Happy End angelangt.

St. Gallen steht im Bücherregal

Letzte Woche präsentierten in der St. Galler ‹Militärkantine› Stadt und Kanton St. Gallen zusammen mit Hochparterre den Architekturführer ‹St. Gallen baut› sowie die gleichnamige iApp. Knapp 60 Bauten sind in dem Werk versammelt, das an der Vernissage auf grosses Interesse stiess.

Letzte Woche präsentierten in der St. Galler ‹Militärkantine› Stadt und Kanton St. Gallen zusammen mit Hochparterre den Architekturführer ‹St. Gallen baut› sowie die gleichnamige iApp. Stadtbaumeister Erol Doguoglu erzählte von einem Traum, dass er für eine Stadt arbeitet, in der es nur gute Bauten gibt – mit Ausnahme von nur gerade mal 59 schlechten Bauten. Diese zu identifizieren und in einem Architekturführer zusammenzustellen sei in dem zum Alptraum gewordenen Traum seine Aufgabe gewesen. 59 ist tatsächlich die Zahl der Bauten, jedoch der guten, die die Auswahl in das Büchlein geschafft haben.

Als Vertreter des Kantons vermittelte Denkmalpfleger Michael Niedermann einige Gedanken zur Baukultur in St. Gallen und spannte den Bogen von den Objekten der letzten zwanzig Jahre, die den Kern des Architekturführers bilden, zu den älteren Gebäuden. Nicht nur hundertjährige und ältere Bauten seien potentielle Denkmäler, sondern bereits ein dreissigjähriges Haus könne denkmalwürdig sein. Die Architektur von heute sind die Denkmäler von morgen.

Die beiden Herausgeber von ‹St. Gallen baut›, René Hornung und Werner Huber liessen die Entstehung des Buches Revue passieren. Als St. Galler hat René Hornung dabei viele neue Ecken seiner Stadt entdeckt oder an scheinbar längst bekannten Orten einmal genauer hingeschaut. Für Werner Huber war St. Gallen der dritte Architekturführer nach Bern und Winterthur, was ihn zu einem Vergleich der drei Städte und ihrer Baukultur anregte.

Im Mittelpunkt des Abends, der mit rund 100 Besucherinnen und Besuchern auf ein erfreuliches Echo stiess, stand aber das präsentierte Buch. Die anwesenden Architekten der verewigten Gebäude suchten darin ihr Objekt und schauten, in welchem Umfeld sie publiziert wurden. Wer ist noch im Buch? Was fehlt? Diese Fragen begleiten das erste Durchblättern. Doch natürlich war auch der Apéro nicht zu verachten, der den Smalltalk und das Networken jeweils zuverlässig ölt.

St. Gallen baut

Den Architekturführer ‹St. Gallen baut› gibt es in der gedruckten Version für 35 Franken im Buchhandel oder in unserem Shop.

Die dazugehörige iApp ist für 7 Franken bei iTunes erhältlich.

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