Vom gelben Ufo aus Polyester namens «Futuro» liess der finnische Architekt Matti Suuronen zwanzig Stück herstellen, bevor die Ölkrise 1973 den autarken Wohntraum platzen liess.

Sommerliche Wohnträume

Bis Ende August läuft in Genthod bei Genf noch die Ausstellung «Open House». Sie versammelt 35 experimentelle Wohnpavillons, die die Grenzen zwischen Architektur und Kunst verschwimmen lassen.

Wer von alternativen Wohnformen träumt, muss diesen Sommer nicht weit reisen. Bis Ende August läuft in Genthod bei Genf noch die Ausstellung «Open House». Im Parc Lullin stehen 35 Pavillons, mobile Strukturen, bewohnbare Skulpturen und Tiny Houses rund um das Thema Habitat. Entworfen haben die Wohnobjekte diverse Architektinnen und Künstler aus der halben Welt. «Open House präsentiert ein breites Spektrum an originellen Objekten, um unsere Gewohnheiten und Vorurteile herauszufordern und so unsere Vorstellungskraft zu beflügeln», heisst es auf der Website. Ins Leben gerufen hat die Ausstellung der Kurator Simon Lamunière. ###Media_2### ###Media_3### Die Ausstellung lässt die Grenzen zwischen Architektur und Kunst verschwimmen und trägt historische und neuere Objekte zusammen. Vom niederländische Künstlerkollektiv Atelier Van Lieshout stammt das «Drop Hammer House», das mit einer fallenden Abrissbirne Dinge zerstört, um Neues anzufangen damit. Die Modedesignerin Angela Luna entwarf eine Jacke, die zum Zelt wird. Vom gelben Ufo aus Polyester namens «Futuro» liess der finnische Architekt Matti Suuronen zwanzig Stück herstellen, bevor die Ölkrise 1973 den autarken Wohntraum platzen liess. ###Media_4### ###Media_5### Auch aus der Schweiz sind bekannte Projekte vertreten. Das Architekturbüro Rahbaran Hürzeler zeigt einen Prototyp seines mobilen Hauses, welches das Büro 2018 in Basel errichtet hat. Der Künstler Kermin Seiler stellt eine Lichtinstallation aus, die auf sein Kunst-am-Bau-Projekt für den Hauptbahnhof Zürich zurückgeht. Auch die Hochschulen HEAD und HEPIA aus Genf, Gramazio Kohler von der ETH Zürich und das EPFL-Labor Alice aus Lausanne sind beteiligt. Letzteres mischt die Baukultur regelmässig auf mit architektonischen Interventionen, die die Studierenden selbst bauen. ###Media_6###...
Sommerliche Wohnträume

Bis Ende August läuft in Genthod bei Genf noch die Ausstellung «Open House». Sie versammelt 35 experimentelle Wohnpavillons, die die Grenzen zwischen Architektur und Kunst verschwimmen lassen.

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