Rund 50 Gäste verfolgten die Diskussion über Solarenergie und Denkmalpflege im SUPSI auf dem Campus Trevano bei Lugano.

Solare Runden

Solaris, der Heftreihe für Solararchitektur, erscheint auch auf Französisch und Italienisch. Mit zwei Veranstaltungen trugen wir die neue und dritte Nummer des Heftes in die Romandie und ins Tessin.

Am 25. Juni hiess es im Forum d’architectures de Lausanne (f’ar): «Vers des façades actives?» Nach Präsentationen von Laure-Emmanuelle Perret-Aebi (Compáz / EPFL-PV-Lab), Raffael Graf (Bauart) und Sophie Lufkin (EPFL-LAST) moderierte Emmanuel Rey (EPFL-LAST / Bauart) das Podium. Die Architektinnen Sandra Maccagnan (Fournier & Maccagnan) und Astrid Dettling (Dettling & Péléraux) haben beide noch keine Erfahrung mit PV-Fassaden. Um damit zukünftig zu arbeiten, wünschten sie sich Gestaltungsmöglichkeiten bei Formaten, Oberflächen und Texturen. Die Technik dürfe man dabei ruhig sehen. Im Saal des Architekturforums konnte man gleich überprüfen, wie das aussehen könnte; die Mit-Veranstalter vom EPFL-LAST hatten dort ein Mock-up ihrer ‹Advanced Active Facade› aufgebaut: PV hinter Glasfasern oder Metallnetzen.

Eine Woche später, am 5. Juli, traf man sich im grossen Hörsaal des SUPSI bei Lugano. Hier stand der Austausch der verschiedenen Akteure im Vordergrund, über disziplinäre und Landesgrenzen hinweg. Andrea Roscetti (Accademia Architettura Mendrisio), Pierluigi Bonomo (SUPSI), Daniel Herrera (Eurac Research Bolzano) gaben Inputs, der Zürcher Architekt Karl Viriden zeigte Beispiele aus seiner Praxis. Beim breit besetzten Abschlusspodium kamen Behördenvertreterinnen und Denkmalpflegerinnen zu Wort. Alle machten ihren Standpunkt klar, betonten aber immer wieder die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. Solaranlagen seien nicht nur technische Anlagen, sondern auch Gestaltungselemente.

In Lausanne wie in Lugano verliess man die Veranstaltung mit dem Gefühl, es bewege sich etwas.

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