SIA zur Masseneinwanderungsinitiative

Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein bezieht Stellung zur Masseneinwanderungsinitiative und dokumentiert die Ergebnisse einer Umfrage, die er dazu bei seinen Firmenmitgliedern durchgeführt hat: Der schon heute grosse Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland bleibe auch in der Zukunft bestehen und sei für den Projektierungssektor von existenzieller Bedeutung.

Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein bezieht Stellung zur Masseneinwanderungsinitiative und dokumentiert die Ergebnisse einer Umfrage, die er dazu bei seinen Firmenmitgliedern durchgeführt hat. Der schon heute grosse Bedarf an Fachkräften aus dem Ausland bleibe auch in der Zukunft bestehen und sei für den Projektierungssektor von existenzieller Bedeutung. Die Bau- und Planungsbranche sei unmittelbar von dem Ergebnis der Masseneinwanderungsinitiative betroffen, steht in der Medienmitteilung: Um leistungsfähig zu bleiben, sei der schweizerische Architektur- und Ingenieurssektor kurzfristig auf 2200, mittelfristig sogar auf bis zu 3500 ausländische Fachkräfte pro Jahr angewiesen. Die aus der Umfrage überwiegend ablehnende Haltung zur Initiative decke sich mit den Ergebnissen der im Auftrag des SIA durchgeführten Konjunkturerhebungen: Die Schweizer Planungsbranche leide seit Jahren unter Fachkräftemangel. So führe die personelle Unterbesetzung der Büros dazu, dass Aufträge nicht oder nicht in der gewünschten Qualität und zum erforderlichen Termin ausgeführt werden können. Mehr als 80 Prozent der Büros suchen deshalb im Ausland nach Arbeitskräften. Ein Viertel der Mitarbeitenden in den befragten Unternehmen stammt derzeit aus dem Ausland, fast alle davon aus EU-Ländern. Daher plädiert der SIA dafür, das Votum der Schweizer Bevölkerung mit Augenmass umzusetzen und zugleich die Ausbildung inländischer Fachkräfte zu forcieren.

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