Livefernsehen im Studio 2: Christian Eggenberger interviewt Gion A. Caminada

SIA und SRG bauen die Schweiz

Ab Ende März strahlt das Schweizer Fernsehen «Die Schweiz bauen», eine Serie von 13 Kurzfilmen zum Bauen in der Schweiz aus. Gestern hat im Studio 2 von SF in Zürich-Leutschenbach die Premiere stattgefunden.

Die Sendereihe ist ein Gemeinschaftswerk der SRG und des SIA und umfasst Bauten in allen vier Sprachregionen - von der Monte-Rosa-Hütte zum Schulhaus Leutschenbach, vom Fernsehhochhaus in Genf zum «Wunderdorf» Vrin. Dabei konzentrierten sich die Macherinnen und Macher nicht allein auf die Architektur, sondern auch auf die Konstruktion und die Herstellung. Drei Objekte - die Metro M2 in Lausanne, der Holzsteg zwischen Rapperswil und Hurden und die sanierten Viadukte der Rhätischen Bahn - sind gar hauptsächlich Ingenieurbauwerke.


Bei der gestrigen Veranstaltung sprachen SRF-Direktor und Hausherr Rudolf Matter, SRG-Generaldirektor Roger de Weck, SIA-Präsident Daniel Kündig und Christian Eggenberger, Projektleiter der SRG. Sie sangen das Hohelied der Baukultur, und Kündig prangerte die Kulturbotschaft des Bundes an, in der die Baukultur fehlt. Anschliessend wurden vier Filme, je einer auf rumantsch, français, italiano und deutsch gezeigt und die Protagonisten interviewt.


Der Apéro fand in der Turnhalle des benachbarten Schulhauses Leutschenbach statt, wo auch die DVD samt Begleitpublikation erhältlich war. Und auf diese DVD ist angewiesen, wer nicht am Sonntagnachmittag vor dem Fernseher sitzen will: Die Sendereihe startet auf SF1 nämlich am 27. März um 16.50 Uhr, die weiteren Beiträge folgen im Wochenrhythmus. Das Buch vereint fünfsprachig Kurzbeschriebe sowie Entwurfsskizzen oder Pläne zu allen gezeigten Objekten.


Ein vergleichbares Projekt war übrigens «Architectour de Suisse», eine Reihe mit 26 Filmen auf drei dicken Videokassetten und einem Architekturführer, die das Fernsehen mit Hochparterre vor knapp zehn Jahren realisierte.

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