Das furiose Walliser Kunst- und Architekturpaar Heidi und Peter Wenger.

Schutz für das Wenger-Erbe

Seit 10 Jahren kümmert sich die «Heidi und Peter Wenger-Stiftung» um das bauliche Erbe des Walliser Kunst- und Architektur-Paars. Zum Jubliäum gibt es ein Wenger-Wochenende mit reichhaltigem Programm.

Die «Heidi und Peter Wenger-Stiftung» nimmt ihren Auftrag ernst. Sie organisiert Führungen, Vorträge und Diskussionen und interveniert, wenn der Abbruch eines Wenger-Baus droht. Das internationale Interesse am wengerschen Erbe sei gross, schreibt Stiftungs-Präsident Damian Walliser: Verschiedene Architekturuniversitäten und -Hochschulen forschten und lehrten zu Wengers Werken, und die Archives de la construction moderne (ACM) an der ETH Lausanne arbeiteten an der Aufarbeitung des wengerschen Gesamtwerks, das in drei bis vier Jahren in einem Katalog und und einer Ausstellung veröffentlicht werden solle. «Im Gegensatz dazu erleben wir im Wallis – wo sich der grösste Teil der Bauten befindet - immer wieder Krisen-Situationen, weil das Bewusstsein und das Verständnis der wengerschen Philosophie und Architektur fehlt. Verschiedene Bauten und Kunstwerke sind vom Abbruch oder unwürdiger Entstellung bedroht.» Der Stiftung sei deshalb klar geworden: Wolle man für das Erbe von Heidi und Peter Wenger etwas erreichen, müsse man es in erster Linie schützen. Zum Jubiläum setzt sie sich deshalb die Unter-Schutz-Stellung des Wenger-Bau-Erbes zum Ziel. Die ACM werde sie in diesem Engagement unterstützen.

Anfang Oktober lädt die Stiftung zu einem Wenger-Wochenende ein: Man kann im Zeughaus Kultur Brig Referate zur Wenger-Architektur und den Forschungen an verschiedenen Lehrstühlen sowie eine Podiumsdiskussion hören. Der Aufmarsch ist prominent: Markus Peter, Architekt, Salvatore Aprea, Direktor ACM, Lausanne, Franz Graf, Prof. EPFL, Momoyo Kaijima, Prof. ETH, Isabel Haupt, Denkmalpflegerin Aargau, Reto Gadola, SBB, Roland Imhof, Stadtarchitekt Brig, Maria Portmann, kantonale Denkmalpflegerin Wallis, Roland Züger, Redaktor Werk, Bauen + Wohnen. Nebst Referaten und Diskussionen gibt es chinesisches Essen, Musik, einen Stadtspaziergang, eine Ausstellung und einen selten möglichen Besuch im Trigon, dem Ferienhaus von Wengers auf dem Rosswald.

close

Kommentare

Anton 09.09.2021 20:45
Korrektur: Der Stadtarchitekt von Brig heisst Roland Imhof (ohne t am Ende)
Rahel Marti 10.09.2021 11:35
Korrigiert. Dankeschön!
Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen