Der Rohbau des Schulhauses «Elisabetha Hess» wird vollständig zurückgebaut. Foto: Schule Weinfelden.

Schulhaus Rohbau: Alles nochmals von vorne

Im Thurgauer Ort Weinfelden wird der Rohbau eines Schulhauses wieder abgebrochen. Terrainverschiebungen haben zu unreparierbaren Schäden geführt.

Spatenstich für das Schulhaus mit dem Namen «Elisabetha Hess» im Thurgauer Städtchen Weinfelden war vor einem Jahr, im Juni 2015. Am Neubau zeigten sich im Februar dieses Jahres dann aber Risse – an der Aussentreppe waren sie bis zu acht Zentimeter breit.

Implenia als Totalunternehmer verfügte einen Baustopp und nach den Abklärungen ist jetzt entschieden worden: Der Rohnbau wird zurückgebaut – die Arbeiten beginnen nochmals von vorne.

Ursache für die Terrainverschiebungen seien äusserst selten auftretende «Bodenverflüssigungen». Sie entstanden, weil 260 Pfähle gerammt und Terrainaufschüttungen für den Pausenplatze erfolgt waren. Die geologischen Besonderheiten seien aber weder für die Bauherrschaft, noch für den Totalunternehmer vorhersehbar gewesen, sagt das Gutachten.

Nach diesen Verschiebungen sei die Tragfähigkeit der Pfählung nicht mehr gegeben und die Erdbebensicherheit sei nicht mehr gewährleistet, sagte der Implenia-Verwantrotliche der «Thurgauer Zeitung». Deshalb habe man sich nun zum Rückbau entschieden.

Schulgemeinde und Implenia haben sich geeinigt: es wird keine rechtliche Auseinanderstzung geben. Implenia übernimmt die Kosten. Der Rückbau soll in diesen Tagen beginnen. Der Bezug des Schulhauses verzögert sich um rund ein Jahr.

Beim Wettbewerb für das rund 22 Millionen Franken teure Schulhaus waren 48 Vorschläge eingreicht geworden. Siegreich waren Stauffacher Aemisseger Architekten, Frauenfeld, zusammen mit dem Zürcher Büro Wydler und Wydler. Bei der Vergabe an den TU stritten sich danach Implenia und HRS. Ein Teil der Vergaben musste auf Anweisung des Gerichts wiederholt werden. Beim Spatenstich sagte dann der Implenia-Sprecher an die Adresse des Schulpräsidenten: «Ihr werdet den Entscheid für uns nicht bereuen».

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