Sind die Storen unten, wird es bunt: Installation «Iris» von Kerim Seiler in Schlieren. Fotos: PD

Regenbogenhaut

Kerim Seiler treibt es gerne bunt. In Schlieren taucht der Künstler gleich ein ganzes Haus in den Regenbogen und markiert so den Auftakt zum neuen Stadtteil amRietpark.

Kerim Seiler treibt es gerne bunt. Der Künstler mischt Farben und Disziplinen, von Kunst über Architektur bis Design. Für seinen «Lampenladen», der den Hauptbahnhof Zürich neonleuchtend abschrankt, verlieh ihm Hochparterre letztes Jahr den goldenen Hasen in der Kategorie «Design». In Schlieren taucht er nun eine ganze Fassade in den Regenbogen. Das Bürohaus Wiesenstrasse – entwickelt von Halter, geplant von SLIK Architekten – markiert entlang der Geleise 115 Meter lang den Auftakt zum neuen Stadtteil amRietpark. Damit die Glasfassade bei Sonnenschein nicht zur grauen Blechfassade wird, hat Seiler die Lamellenstoren angemalt. So knallt das Haus im ganzen Spektrum in die Augen, beziehungsweise in die «Iris», so der Titel des Werks. Der Lack soll so schnell nicht abblättern: Die Präventionsstiftung der Kantonalen Gebäudeversicherung testet am Haus ein Pilotprojekt gegen Hagelschäden. Die Gebäudesteuerung frägt die aktuellen Wetterdaten ab. Zieht ein Sturm auf, fährt sie automatisch die Storen hoch.

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