Ralph Feiner, Architekturfotograf, ausgezeichnet!

Ralph Feiner ausgezeichnet

Ralph Feiner, der als Fotograf seit vielen Jahren für Hochparterre arbeitet, ist mit einem Kulturpreis des Kanton Graubünden ausgezeichnet: Als Seismograf der Veränderungen in der Landschaft und der Baukultur.

Der Fotograf Ralph Feiner ist der Chronist der zeitgenössischen Architektur Graubündens. Der Kanton hat ihn mit einer Anerkennung des Kulturpreises 21 ausgezeichnet. Eine Anerkennung geht auch an den Verein und die Stiftung Valendas Impuls für deren phantasievolle und engagierte Arbeit an der Renaissance des Dorfes mit dem Gasthaus am Brunnen und jüngst der Siedlung am Burggarta – Axel Simon wird sie in Hochparterres Aprilausgabe würdigen. Der grosse Kulturpreis geht an Leo Tuor. Er ist  ein beherzter Landschaftsschützer und sich hat letztes Jahr zusammen mit Hochparterre gegen eine unsinnige Meliorationsstrasse in der Surselva eingesetzt – vergeblich. Ausgezeichnet wird er aber für sein vielseitiges Werk als Schriftsteller. Zu haben ist es auf Deutsch im Limmat Verlag. 

Hochparterres Fotograf

Mit Hochparterre seit vielen Jahren eng verbunden ist Ralph Feiner. Er hat hat fast alle meine Reportagen über Graubündens Baukultur und Architektur in den letzten dreissig Jahren fotografiert und war mit mir Autor von drei Ausgaben von «Graubünden baut», die Bücher über Davos und Samedan, die Themenhefte über das Bergell, die Surselva, Malans und Fläsch und er fotografierte  «52 Beste Bauten», dessen zweite Auflage jüngst in der Edition Hochparterre erschienen ist.

Ein Selfmademan

In der Laudatio schreibt die Regierung des Kantons Graubünden: «Ralph Feiners künstlerischer Verstand, sein Wissen um Menschen, Häuser und Landschaften werden zu berührenden und gut informierten Bildern über die Schönheit und Eigenart der Baukultur des Kantons. Er kam 1961 in Maladers zur Welt, lernte Primarlehrer, wurde Schreiner und begann in den Neunziger Jahren immer mehr zu fotografieren: Architektur. Er brachte sich das Metier selber bei, war befreundet mit all den Architekten, die in den Neunziger Jahren die Baukultur Graubündens zu prägen begannen, wurde deren Fotograf und Dokumentarist. Ralph Feiner verfügte bald über ein ausserordentliches technisches Können, das erleichterte ihm die gestalterische und künstlerische Arbeit. Lernend stieg er ein in die Architektur, ins Begreifen von Gebäude und Landschaften. Jahr um Jahr wuchs sein Bildergedächtnis – er verfügt heute über ein grosses Archiv seiner Bilder zur Baukultur Graubündens. Er ist deren Fotograf, deren Kenner und Interpret.

Ein Poet des Lichts

Sein Werk ist die umfassende Dokumentation des Baus in Graubünden, sie wird gebraucht für Bücher, Ausstellungen, Zeitschriften und Zeitungen – weltweit. Neben dem Haus entfaltete er sich zu einem subtilen Landschaftsfotografen. Einem Leser der Veränderung, ihrem subtilen Abbildner und Interpreten. Er ist ein Seismograf der Veränderung, ein Liebkoser des Schönen und ein Poet des Lichts. Feineres Werk prägt zahlreiche Bücher; Monografien vieler zeitgenössischer Bündner Architekten, aber auch das grosse Brückenbuch von Christian Menn. Er ist nicht nur Bilderlieferant, sondern auch in der inhaltlichen und visuellen Konzeption von Büchern beteiligter Autor. So zusammen mit Marco Guetg und mir von «Himmelsleiter und Felsentherme» aus dem Rotpunkt Verlag. Seine Arbeiten bereichern Ausstellungen von jener über die «Guten Bauten Graubündens» bis zur grossen Überblicksausstellung «Ansichtssache – Architekturfotografie aus Graubünden» im Kunstmuseum Chur. Bald erscheint bei Scheidegger&Spiess das Buch «Steiner & Feiner» über das neue Kantonsspital, wo er mit Graubündens grossem Fotografen Albert Steiner, der den Bau der Dreissigerjahre fotografierte, im Duo auftritt – auf Augenhöhe.

 

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