Balkrishna Doshi vor dem Institut of Indology in Ahmedabad Fotos: PD, VSF

Pritzker-Preis geht erstmals nach Indien

Der indische Architekt Balkrishna Doshi erhält den Pritzker-Preis 2018. Seine Arbeit sei zutiefst persönlich, zugänglich und bedeutungsvoll, schreibt die Jury über den 90-jährigen.

Der indische Architekt Balkrishna Doshi erhält den Pritzker-Preis 2018. Es ist das erste Mal, dass die Auszeichnung nach Indien geht. Doshis Arbeit sei zutiefst persönlich, zugänglich und bedeutungsvoll, schreibt die Jury über den 90-jährigen. «Seine Architektur ist poetisch und funktional.» Gelernt hat Doshi von den Meistern Le Corbusier und Louis Kahn persönlich. «Ich verdanke diesen prestigeträchtigen Preis meinem Guru, Le Corbusier», sagt Doshi. Von ihm habe er gelernt, die Identität zu hinterfragen und einen neuen regionalen Ausdruck zu finden. «Jedes Objekt um uns herum und die Natur selber – Licht, Himmel, Wasser und Sturm – alles ist in einer Symphonie», erklärt Doshi. «Und es ist diese Symphonie, um die es in der Architektur geht.» Doshi hat oft für die öffentliche Hand gebaut, insbesondere in Ahmedabad, wo er in den 60er-Jahren das Institute of Indology, die Tagore Memorial Hall oder das Centre for Environmental Planning and Technology realisierte, das erst 2012 fertig gestellt wurde. Daneben machte sich Doshi einen Namen mit Wohnbauten. 1989 plante er in Indore eine Low-cost-Siedlung, die über 80'000 Menschen ein Zuhause bietet.

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