Justus Dahinden erzählte munter und heiter aus seinem langen Leben.

Premiere für Justus Dahinden

Justus Dahinden stellte in Hochparterre Bücher sein Buch «Architektur – Form und Emotion» vor. Munter plauderte der 88 Jahre alte Architekt über sein Leben und hielt ein Laudatio auf die Emotion als wichtigste Kraft der Architektur.

Wer auf ein reiches, langes Leben zurückblickt, hat viel zu erzählen. Umso mehr, wenn er gerne redet und munter plaudert. So wie Justus Dahinden, Prof. Dr. Architekt, 88 Jahre alt, seit über 60 Jahren im Geschäft. Er baute zahlreiche Kirchen in der Schweiz, in Europa und in Afrika; er realisierte Marksteine der Architektur des Gastgewerbes, so das Restaurant Tantris in München, die Silberkugeln oder ein Hotel auf der Rigi und der stellte eigenartige Häuser auf, so ein Pyramidenhaus am See in Zürich oder eine Betonwucht am Bahnhof Davos Platz. Und er schrieb Bücher von seiner Dissertation über ein weitherum wahrgenommenes Buch über den fröhlich-technokratischen Städtebau der Sechzigerjahre bis zu Bekenntnisliteratur. So auch sein jüngstes Buch: «Architektur – Form und Emotion», eine prägnante Schau über sein Denken und Bauen. Diese Monographie präsentierte er gestern in Hochparterre Bücher zu Wein und dem legendären Gugelhopf, den der Buchhändler Hanspeter Vogt zu Buchvernissagen jeweils rüstet.Es war ein heiterer Abend. Laurent Stalder, Professor für Architekturgeschichte an der ETH, versuchte den quicklebendigen Justus Dahinden zu bändigen mit ein paar Fragen. Doch er hängte bei dessen Stichworten nur ein und fabulierte munter drauflos von seinen Erlebnissen mit den Wiener Studenten seinerzeit auf den Weltreisen bis zu seinen Projekten aus 17 Jahren Afrika, wo die Menschen satt Glocken Trommeln hören und also gab es statt des Glockenstuhls einen Stand für vier Trommler. Und er schilderte, wie die Mütter im Busch die Kinder vor den wilden Tieren schützen indem sie lange am Körper tragen. So promenierte er mit einer Kopfreise an seine vielen Bauten, die meistens «sehr gut gelungen sind» und deren Bauherrschaften «sehr liebe Menschen sind», denen er immer sagte, wo es lang gehen müsse, damit man zum guten Ende komme. Immer wieder lotste Stalder den heit...
Premiere für Justus Dahinden

Justus Dahinden stellte in Hochparterre Bücher sein Buch «Architektur – Form und Emotion» vor. Munter plauderte der 88 Jahre alte Architekt über sein Leben und hielt ein Laudatio auf die Emotion als wichtigste Kraft der Architektur.

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