Alma Maki bespielten bis vor Kurzem den «Satellit Space» in Thun.

Ode an den Bestand

Im «Satellit Space» in Thun hat das Basler Büro Alma Maki im Herbst einen fiktiven Strassenzug mit Abrissobjekten zusammengestellt. Und zu jedem Gebäude einen Liebesbrief verfasst.

«Liebe Güterstrasse 89, man bist du cool! So jung und schon so abgeklärt.» So beginnt einer der Liebesbriefe, die das Basler Büro Alma Maki über Gebäude aus der ganzen Schweiz geschrieben hat, die abgerissen werden sollen. Im «Satellit Space» in Thun haben die Architektinnen im Herbst mit den Abrissobjekten einen fiktiven, sieben Meter langen Strassenzug zusammengestellt. Ihre Installation war eine Ode an den Bestand. «Verlorenes Potential? Sinnvolles Tabula rasa für Neues? Nostalgie oder Notwendigkeit?», fragen die Architektinnen. «Umbauen bedeutet umdenken, Widerstände zu überwinden und Reibung auszuhalten, Versätze zu akzeptieren, Toleranz zu üben.» Mit anderen Worten: Umbauen bedeutet, den Bestand lieben zu lernen.

Einer der Liebesbriefe an ein Abrissobjekt.

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