Jakob weint eine Träne für das Kurparkhüsli und macht einen Vorschlag

Nicolaus’ Gartentor

In Davos ist ein kleiner, schmucker Bau von Nicolaus Hartmann verschwunden, der bisher den Eingang zum Kurpark markiert hat. Ein Requiem.

 

Für einen Kurort mit Rang und Namen war ein Kurpark obligatorisch, hier spazierten die Kuranten, sassen auf die Parkbänke und bändelten Liebeleien an. Der Kurverein Davos legte seinen Park 1913 an. Ernst Klingelfuss gewann den Wettbewerb mit einer symmetrischen Anlage: Springbrunnen, spiegelgleiche Spazierwege, Arven in militärischer Ordnung, Aussicht ins Gebirge, auf den Kirchturm und in den Kurort. Nicolaus Hartmann der Jüngere, einer der bedeutenden Architekten Graubündens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sass in der Jury und steuerte bald darauf für den Eingang des Parks gegen Davos Platz hin eine Toranlage bei. Eine Mauer aus Bruchsteinen, einen Zaun oben darauf, eine Flügeltüre in der Mitte und zwei Torhäuschen auf den Seiten. In den Schatten unter das Tordach setzte Hartmann ein kühles Steinbänkli. Ein gewundenes Flügelwändli umschlang eine Nische, gerade gross genug für ein Davoser Bänkli in sattem Grün; auf ihm sitzend konnte man den Park überblicken – sehen ohne gesehe...
Nicolaus’ Gartentor

In Davos ist ein kleiner, schmucker Bau von Nicolaus Hartmann verschwunden, der bisher den Eingang zum Kurpark markiert hat. Ein Requiem.

 

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