Die Webseite bkult.de will die Debatte über Baukultur ins Netz zu tragen und abzubilden. Fotos: bkult.de

Netzkritik: bkult.de

Die Webseite bkult.de will die Debatte über Baukultur ins Netz tragen und abbilden. Aktuell mit der Frage: «Braucht die Biennale überhaupt Inhalte?»

Da sind wir jetzt ein bisschen neidisch: seit Jahren versuchen wir online Debatten zu Architektur, Städtebau oder Planung in Gang zu bringen – mit ziemlich Aufwand und wenig Erfolg. Architekten haben keine Zeit für solche Sachen, oder sie wollen nicht über ihre Arbeit diskutieren. Die Webseite bkult.de (initiiert von der Bundesstiftung Baukultur) hat sich das gleiche Ziel gesetzt: die Debatte über Baukultur ins Netz zu tragen und abzubilden. «Dazu stellen wir alle 2 Wochen eine Frage, die sich mit den Bedingungen unserer gebauten Umwelt auseinandersetzt, zur Diskussion und laden Gäste ein, zu dieser Frage pro oder contra Stellung zu nehmen» heisst es auf der Site. Angemeldete Nutzer können mit eigenen Kommentaren antworten oder bestehende Positionen kommentieren. Jeder Kommentar wird eingefärbt: grün, wenn man die Frage der Woche mit «Ja» beantwortet, rot wenn «Nein» und grau für «Jein». 
Seit letzter Woche fragt bkult.de: «Braucht die Biennale überhaupt Inhalte?» Die Gäste sind illuster: Philip Ursprung, Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der ETH Zürich; Ullrich Schwarz, Professor für Architekturtheorie an der HafenCity Universität Hamburg HCU; Peter Cachola Schmal, Direktor des Deutschen Architekturmuseums (DAM) in Frankfurt am Main und Wolf D. Prix Chef des Architekturbüros «Coop Himmelb(l)au» in Wien. Die Beiträge sind spannend und in bekömmlicher Länge verfasst. Trotzdem: fast kein Leser reagiert mit einem Kommentar. Reger genutzt werden die beiden Knöpfe «Daumen hoch» und «Daumen runter», mit denen die Besucher in Facebook-Manier schnell und anonym ihre Meinung zum Beitrag abgeben können. 53 Menschen gefällt Wolf D. Prix’ Beitrag, 48 nicht. Stichwort Facebook: bkult.de hat auch eine Seite auf Facebook. Dort wird die Debatte begleitet, ergänzt und wiederum kommentiert. Hier erfährt der Besucher zum Beispiel, dass Wolf D. ...
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