Gottfried Böhm blickt auf das Werk seines jüngsten Sohnes Paul. Vieles versteht er nicht mehr. Fotos: Real Fiction / Cineworx

Lust und Last der Dynastie

Der Film ‹Die Böhms – Architektur einer Familie› zeigt Lust und Last der Architektendynastie Böhm. Nächsten Dienstag im Hochparterre Kino.

Gottfried Böhm ist der einzige deutsche Architekt mit Pritzkerpreis, 1986 bekam er ihn. Sein Vater baute Kirchen zwischen Moderne und Expressionismus, seine Söhne Stephan, Paul und Peter zeichnen je ihre eigenen Projekte. Ihn, der ihre Zeichnungen und Modelle meist nicht versteht, nennen sie ‹Boss›. Lust und Last einer Architektendynastie – davon handelt ein Film des Regisseurs Maurizius Staerkle-Drux.Er beginnt mit einem gebauten Gebirge. Die Wallfahrtskirche Neviges, nahe Köln, ist unerreichter Höhepunkt der Böhmschen Architektur. Bedrohlich überragt dieses Erbe von 1968 das Werk der Söhne. Alle drei arbeiten im grossväterlichen Haus, vor dem ein bärtiges Faktotum seit einem halben Jahrhundert Rasen mäht. Ein modernistisches Refugium im Kölner Villenquartier, ein Ort ohne Zeit. Die Mutter prägte die Söhne. Diese umkreisen den Vater, unfähig, sich von ihm zu lösen. Ihr Gravitationszentrum. Ein Gebirge.Menschen interessieren den Regisseur mehr als Gebäude. Siebzig Jahre jünger blickt er...
Lust und Last der Dynastie

Der Film ‹Die Böhms – Architektur einer Familie› zeigt Lust und Last der Architektendynastie Böhm. Nächsten Dienstag im Hochparterre Kino.

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