Die «2000 Watt-Gesellschaft» wird für provinzielle Standortwerbung missbraucht.

Lokales Marketing statt globale Gerechtigkeit

Die 2000 Watt-Gesellschaft, einst ein globales Prinzip, ist zum Instrument des lokalen Standort-Marketings verkommen.

Auf ihrem Weg zur «2000 Watt-Gesellschaft» sei Zürich bei 4200 Watt angelangt, 800 Watt unter der Marke von 1990. Das teilten die Stadtbehörden am 31. Mai mit. Worauf «Tages-Anzeiger»-Lokalredaktor Stefan Häne kritisierte, die Stadt habe unvollständig und obendrein noch falsch gerechnet. Womit man sich wieder einmal streiten darf, ob nun Zürich, Lausanne oder Buxtehude im Ranking um die 2000 Watt-Medaille die Nase vorne haben. Doch das Problem liegt tiefer: Was zu erläutern ist.Vom globalen PrinzipDie konstante Leistung von 2000 Watt ergibt eine Energiemenge von 17 600 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. So gross war im Jahr 1994 der jährliche Primärenergieverbrauch pro Kopf der Menschheit. Das Konzept der 2000 Watt-Gesellschaft, das der Wissenschafter Paul Kesselring 1994 an einer Tagung im Paul Scherrer Institut (PSI) erstmals präsentierte, sah vor, diesen gerade noch als tragbar empfundenen Durchschnitts-Verbrauch nicht weiter ansteigen zu lassen und gleichzeitig gerecht auf die Menschheit z...
Lokales Marketing statt globale Gerechtigkeit

Die 2000 Watt-Gesellschaft, einst ein globales Prinzip, ist zum Instrument des lokalen Standort-Marketings verkommen.

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