Landschaften. Eine Architekturtheorie in Bildern von René Furer

Landschaften und Schatten

Die Edition Hochparterre und das Architekturforum Zürich feiern den ehemaligen Architekturdozenten René Furer am Mittwoch 9. Mai mit einem Buch und einer Ausstellung.

René Furer wird 80! Zum runden Geburtstag des legendären, ehemaligen ETH-Dozenten für «Architekturtheorie der Gegenwart» lanciert die Edition Hochparterre ein Buch und das Architekturforum Zürich (AFZ) eine Ausstellung. Das Buch «Landschaften. Eine Architekturtheorie in Bildern von René Furer» ist ein vergnügliches Bilderballett, lustvoll und eigensinnig komponiert von René Furer, sorgfältig zusammengestellt von Herausgeberin Ina Hirschbiel Schmid. Furer hat auf seinen Reisen zu den Kulturdenkmälern der Welt eine Sammlung von über einer halben Million Dias zusammengetragen. Die Publikation zeigt zwar nur einen Bruchteil davon, dafür zusammengestellt und kommentiert entlang des Themas Landschaften. Die Reise führt etwa von den Höfen des Rehab Basel (Herzog & de Meuron) über eine Brücke von Norman Foster in Frankreich ins Monte Carlo der Siebzigerjahre, wo Archigram die Welt des Casinos neu erfinden wollte. Furer erklärt keck die Entstehung der Allee am Bau des Canal du Midi oder am Rhein-Main-Donau-Kanal, wie ein Fluss zur Treppe wird. Er durchquert die rot leuchtenden Westalpen, um zwischen Atlas und Sahara zu enden, wo Landschaft und Gebautes immer näher zusammenrücken. Furers einzigartiges, leichtfüssiges Springen zwischen Jahrhunderten und Kontinenten knüpft neue, überraschende Zusammenhänge in der abendländischen Kultur- und Baugeschichte.

Die Ausstellung «Schatten» im Architekturforum Zürich ist – Kenner wird das nicht überraschen – ein Dia-Panoptikum: Vier Kodak Carousels treten als Paare auf. «Eine Première, die möglicherweise eine Dernière ist – aus technischer Sicht», wie Furer lakonisch auf der Einladungskarte des Architekturforums schreibt.

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