Die grosse Treppe, die den Zugang zum Hof des Landesmuseums überspannt, ist noch zum Himmel offen.

Landesmuseum wächst

Am Samstag öffnete das Schweizerische Landesmuseum in Zürich seine Baustelle.

Im Halbstundentakt konnte sich jede und jeder einen Eindruck verschaffen, wie sich der Neubau mit Gulls Märchenschlösschen am Hauptbahnhof verknüpft und was sich hinter dem Bauzaun am Platzspitz tut. Es braucht zwar schon noch etwas Phantasie, sich die grosse Kaskadentreppe mit Decke vorzustellen, aber am Raumeindruck des Auditoriums oder den grossen Ausstellungshallen ändert sich gar nicht mehr so viel, werden doch ihre Wände den Sichtbeton zeigen, der dort jetzt schon steht.
Und noch immer braucht es Geduld: Der Neubau und der sanierte Kunstgewerbeflügel mit neuem Haupteingang sollen nächstes Jahr fertig werden und im Sommer 2016 eröffnen. Nach der Sanierung von Hof-, West- und Ostflügel soll das ganze Museum dann Ende 2020 zu bestaunen sein.
Wir erinnern uns: 2000 lief der Wettbewerb an, den die noch unbekannten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein (damals noch Zürich, jetzt Basel) in der zweiten Runde 2002 gewannen. Mittlerweile bauen sie international grosse Bauten. Ihre Erweiterung des Kunstmuseums Basel soll im Frühjahr 2016 aufgehen und diejenige des Wallraf-Richartz-Museums in Köln auch schon im Bau sein – noch bevor ihr Projekt für das Landesmuseum steht, dass sie vor 14 Jahren entwarfen.

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