Kurskorrektur am Hönggerberg

Männerdominanz, Hierarchien und Eurozentrismus: Die althergebrachten Strukturen am Architekturdepartement der ETH weichen langsam auf. Dies ist auch der Hartnäckigkeit von ETH-Aktivistinnen zu verdanken.

Fotos: Stefan Jäggi

Männerdominanz, Hierarchien und Eurozentrismus: Die althergebrachten Strukturen am Architekturdepartement der ETH weichen langsam auf. Dies ist auch der Hartnäckigkeit von ETH-Aktivistinnen zu verdanken.

‹Zehn zu Null› titelte Hochparterre im März 2019 in einem Artikel über das Architekturdepartement der ETH. Vier Jahre zuvor hatte die ETH-Assistentin Charlotte Malterre-Barthes die ‹Parity Group› mitbegründet, eine Grassroot-Initiative für Gleichstellung und Diversity. Unbeirrbar wies die Aktivistin an Departementskonferenzen darauf hin, wie viel mehr Männer als Frauen zur Gastkritik eingeladen waren. Sie forderte Strukturen und Regeln, die selten Mehrheiten fanden. Auch die Berufungskommissionen liessen sich durch nichts beirren und führten ihre Arbeit wie gehabt fort. Das Departement steckte in einer Berufungswelle, die von 2016 bis 2018 fast die Hälfte des Lehrkörpers austauschte. Fünf Frauen wurden ausserordentliche Professorinnen, vier davon mit Sechsjahresvertrag. Die zehn ordentlichen Positionen mit lebenslanger Anstellung, höherem Gehalt und besserer Ausstattung gingen allesamt an Männer. Als die Berufungswelle ihrem Ende entgegenrollte, warf eine Disziplinaruntersuchung wegen Mobb...

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