Das Kräuterzentrum ist Herzog & de Meurons siebter Bau für Ricola. Fotos: Iwan Baan

Kräuterkathedrale

111 auf 30 auf 11 Meter Stampflehm gab es in anderen Epochen, heute ist das wieder Neuland. Gemeinsam mit Martin Ruch bauten Herzog & de Meuron mit dem Kräuterzentrum das siebte Gebäude für Ricola.

Dieser Leuchtturm liegt. Das neue Kräuterzentrum ist ein Meilenstein der ökologischen und handwerklich aufwendigen Stampflehmbauweise. 111 Meter lang, fast 30 Meter breit und 11 Meter hoch – Lehmbau in dieser Dimension gab es in anderen Epochen, heute ist das wieder Neuland. Martin Rauchs Vorfertigung der massiven, 45 Zentimeter starken Wände aus lokaler Erde haben wir bereits ausführlich beschrieben siehe Hochparterre 6–7 / 13. Wie «ein Stück geometrisierte Landschaft» wollten Herzog & de Meuron das Gebäude für Ricola in die Felder vor Laufen bauen. Wirken sollte der simple Baukörper nur über das Material und die vier runden Fenster, jeweils eines auf jeder Seite.Nähert man sich dem Zyklopen, wirkt er so glatt und kalt wie auf den frühen Visualisierungen. Erst nach und nach erkennt man die Rauheit seiner Mauern, die Schichtung der Erde, ihren farblichen Verlauf. Sägeraue Holztüren, Dachrand aus Wellblech, Wasserspeier aus Kupfer – die wenigen Details unterstützen unauffällig die As...
Kräuterkathedrale

111 auf 30 auf 11 Meter Stampflehm gab es in anderen Epochen, heute ist das wieder Neuland. Gemeinsam mit Martin Ruch bauten Herzog & de Meuron mit dem Kräuterzentrum das siebte Gebäude für Ricola.

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