Der Bau der ETH Zürich nimmt die Nachbartraufen auf, die Tektonik des Turms ist sauber durchdekliniert. Fotos: Georg Aerni

Klassizismus aus dem Baukasten

Mit dem Institutsgebäude ETH LEE verschiebt Architekt Fawad Kazi das Gleichgewicht der Zürcher Stadtkrone. Seine städtebauliche Setzung ist so einfach wie gelungen und der Bau verfolgt radikal die Prinzipien Vorfertigung, Systemtrennung und Nutzungsflexibilität.

2014 wurde der Universitätsbau von Karl Moser hundert Jahre alt. Sein Turm gilt als erstes Zürcher Hochhaus. 1925 ergänzte Gustav Gull den benachbarten ETH-Bau von Gottfried Semper mit einer Kuppel zum Hang. Obwohl sie mächtiger ist, steht Mosers Turm zur Limmat hin präsenter. Nun verschiebt das neue Institutsgebäude ETH LEE das Gleichgewicht der ‹Stadtkrone›.Die städtebauliche Setzung ist so einfach wie gelungen. Der Bau nimmt die Traufhöhen der Nachbarn auf, das restliche Volumen ballt er im Turm. Der sitzt asymmetrisch, optisch kommt er neben der Passage im Erdgeschoss auf den Boden. Die Planergemeinschaft verfolgte radikal die Prinzipien Vorfertigung, Systemtrennung und Nutzungsflexibilität. Über einer Unterwelt aus Ortsbeton stapelt sich der Prefab-Baukasten. Deckenrippen mit dazwischen offen geführter Haustechnik reichen stützenfrei zur ebenfalls vorfabrizierten und selbsttragenden Fassade.Rund 300 Betonfertigteile sind seitlich verschuppt und vertikal gestapelt. Sie sind sandgestrahlt u...
Klassizismus aus dem Baukasten

Mit dem Institutsgebäude ETH LEE verschiebt Architekt Fawad Kazi das Gleichgewicht der Zürcher Stadtkrone. Seine städtebauliche Setzung ist so einfach wie gelungen und der Bau verfolgt radikal die Prinzipien Vorfertigung, Systemtrennung und Nutzungsflexibilität.

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