21. Mai 2012: Tag der Architekturfotografie

Keine Architektur ohne Fotografie

57 Eingaben nahmen in der Kategorie Architekturfotografie an der diesjährigen ewz.Selection teil. Ein perfekter Anlass, am Tag der Architekturfotografie zu diskutieren, was die Disziplin leistet.

Architekturfotografie zeigt, was gebaut ist und welche Themen in der Architektur diskutiert werden. Sie inspiriert den Entwurf neuer Bauten. Und sie bietet überzeugende Argumente im Wettkampf um Aufmerksamkeit, den Architektinnen und Architekten, Bauherren, Städte und Standorte ausfechten. 57 Eingaben nahmen in der Kategorie Architekturfotografie an der diesjährigen ewz.Selection teil. Ein perfekter Anlass, am Tag der Architekturfotografie zu diskutieren, was die Disziplin leistet.
Die Szene der professionellen Architekturfotografie in der Schweiz ist überschaubar. Der harte Kern der Fotografinnen und Fotografen, die von Architekturbüro zu Architekturbüro gereicht werden, lässt sich an wenigen Händen abzählen. Wer dazu gehört, zeigt sich an den Namen, die regelmässig in den Magazinen und auf den Websites der Architekturbüros auftauchen. Doch es gibt stets Neuentdeckungen, und dazu soll auch der von Experten kommentierte Blick ins Portfolio verführen. Zwölf Architekturfotografen enthüllen, welche Schätze sich in ihren Portfolios verbergen. Michael Hanak, Ariana Pradal und Bob Gysin richten den Blick, führen die Diskussion und fragen nach, was die Autorinnen und Autoren mit ihren Bildern erreichen wollen und wie sie das Verhältnis zwischen Auftrag und freier Arbeit gestalten.
 
Was am Wettbewerb eingereicht wurde, geht über die eng definierte klassische Architekturfotografie hinaus, die sich den Kunden und ihren Vorlieben stellt. Arbeiten, die den Interpretationsspielraum ausloten, die an der Grenze zu anderen Kategorien der Fotografie angesiedelt sind, vermögen die Architektur über einen eng definierten Fachdiskurs hinaus zu vermitteln. Diese Absicht verfolgt auch der Europäische Architekturfotografie-Preis, der seit 1995 alle zwei Jahre ausgelobt wird. Im Gespräch mit Wilfried Dechau, architekturbild ev. werden ausgezeichnete Arbeiten des Wettbewerbs vorgestellt. Und darüber diskutiert, wie nicht nur die fachbezogene, architektonische, sondern auch die künstlerisch-kulturelle Bedeutung der Architekturfotografie gefördert werden kann. Dass diese wachsen wird, weil sie die Auseinandersetzung mit der gebauten Umwelt fördert und herausfordert, daran besteht kein Zweifel.

Hochparterres Preis für Architekturfotografie wird unterstützt von FAB Fachgruppe Architektur und Bau ZH, Swiss Engineering

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