Kegel regelt

Mit viel Gespür und wenig Technik macht Beat Kegel Gebäude effizient, vom brutalistischen Betonbau bis zum Holzhaus. Bei ihm werden Räume zu Luftkanälen und Decken zu Speichern. Ein Haus(technik)besuch.

Fotos: Stephan Rappo

Mit viel Gespür und wenig Technik macht Beat Kegel Gebäude effizient, vom brutalistischen Betonbau bis zum Holzhaus. Bei ihm werden Räume zu Luftkanälen und Decken zu Speichern. Ein Haus(technik)besuch.

Auf dem Teppich steht ein Tisch, darauf eine Glaskugel. Die Halle ist der Eingangsraum einer Gründerzeitwohnung am Zürichberg. Der passende Ort für Séancen. Was er denn in der Kugel sehe, will ich den Gastgeber gerade fragen, als ich an deren Holzfuss lese: ‹Watt d’Or 2021›. Kein spiritistisches Instrument steht dort zwischen uns, sondern die Trophäe eines Nachhaltigkeitspreises. Der Klimaingenieur Beat Kegel erhielt ihn für die Sanierung eines brutalistischen Bürobaus in St. Gallen. «Ich heize oder kühle nicht, sondern bewirtschafte die Temperatur der Gebäudemasse.» Solche Sätze sagt der Gastgeber, während er Wasser einschenkt und ein kleiner weisser Hund sich lautstark über den Besuch freut. Liest man die Zahlen zum preisgekrönten Umbau, denkt man tatsächlich an Zauberei: Um neunzig Prozent sank der Energieverbrauch. Die Uni St. Gallen nutzt das Haus für Informatikkurse. Statt eingebaut hat man hier eher ausgebaut, «entrümpelt», wie Kegel sagt: Abgehängte Decken und doppelte Böd...

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