Von rechts nach links: Corinna Menn, Köbi Gantenbein, Annette Gigon, Anna Raymann und Martin Hofer sind als Jury auf Kaninchensuche in Genf, zu Gast bei Kaninchen-Anwärter Adrien Comte (in der Mitte).

Kaninchens Jury reist

Schulhäuser, Turnhallen, Umbauten, Einbauten – die Jury, die den Erstling für die Besten 2019 auszeichnen wird, reist von der Surselva bis nach Genf.

Über 30 Dossier haben jüngere Architektinnen und Architekten der Jury des Kaninchens 2019 eingereicht. Dieser Preis wird «die Besten» ergänzen. Aus allen vier Kulturregionen der Schweiz kamen Erstlinge zusammen. In einer ersten Sitzung hat die Jury (Annette Gigon, Corinna Menn, Martin Hofer, Johannes Senn und Köbi Gantenbein) sieben Bauten ausgewählt. Und fährt ihnen in diesen Tagen nach – von der Surselva bis nach Genf.

Erstling, das tönt nach Sprung vom Studium auf den Bauplatz – das ist aber die Ausnahme, die Verfasserinnen der Erstlinge sind meist in den Dreissigern und haben eine längere Gesellenzeit hinter sich, bis sie es auf eigene Faust probieren. Erstling, das tönt nach aufmüpfig und himmelstürmend – das täuscht. Die meisten Erstlinge, die die Jury zur Zeit besucht, sind Bauten, deren Entwerferinnen mit beiden Beinen auf dem Boden und in den Konvention stehen: vom Autorenstolz über den Kummer, weil Details missraten sind, bis zur Wortwahl, die zur grad aktuellen Architektenrhetorik gehört. 
 

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