Die ISOS-Schweiz: Auf der Karte sind alle Ortsbilder von nationaler Bedeutung eingetragen. Zu finden in Hochparterres-Themenheft «Identität pflegen».

ISOS – Segen oder Fluch?

EspaceSuisse, der Verband für Raumplanung lädt zu einer Tagung für Heimatschutz-Spezialisten in Neuenburg.

Das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verhindert die Verdichtung, sagen die einen. Es sorgt dafür, dass unsere Ortskerne und historisch wertvollen Siedlungen nicht dem Erdboden gleichgemacht werden, meinen die andern. Weder das eine noch das andere stimmt so, meint EspaceSuisse, der Verband für Raumplanung. Das Inventar sei keine Käseglocke, die über ein Gebiet gestülpt wird und jede Veränderung ausschliesst. Es ist auch kein Nonvaleur, der nur die Bundesbehörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben etwas angeht, wie man dies aus dem Wortlaut von Artikel 6 des Natur- und Heimatschutzgesetzes schliessen könnte. Das Bundesgericht hat 2009 festgehalten, ISOS sei auch von den Kantonen und Gemeinden zu berücksichtigen. Was unter «berücksichtigen» zu verstehen ist und welche Bedeutung dem Inventar bei der Innenentwicklung und Verdichtung zukommt, ergründet EspaceSuisse, anlässlich einer Tagung für Heimatschutz-Spezialistenwir am 7. Dezember 2018 in Neuenburg. Das detaillierte Programm gibt es hier.

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