Bauen für eine bessere Welt: 24 Studenten aus 16 Nationen nahmen an der Eternit Sommerschule teil. Fotos: zVg

Hütte aufrüsten

Die ETH-Professoren Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner widmen sich mit ihrem Urban-Think Tank jenen, die es bitter nötig haben. Im Rahmen der Eternit Sommerschule entwarfen Studenten eine Hütte, die das Leben der Slumbewohner dieser Welt verbessern soll. Der Prototyp soll bald in Südafrika getestet werden.

Die ETH-Professoren Alfredo Brillembourg und Hubert Klumpner widmen sich mit ihrem Urban-Think Tank jenen, die es bitter nötig haben. Im Rahmen der diesjährigen Eternit Sommerschule entwarfen Studenten eine Hütte, die das Leben der Slumbewohner dieser Welt verbessern soll. Der Titel «Empower Shack» sagt es bereits: Es geht nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern die Bewohner der Wellblechhütten ernst zu nehmen und ihr zu Hause zu stärken. 24 Studenten aus 16 Nationen tüftelten in Niederurnen am Prototyp und bauten ein 1:1-Modell auf einer Grundfläche von 3.6 mal 3.6 Meter. Die Vorgaben sind klar: Die Konstruktion muss einfach sein, damit ungelernte Arbeiter das Haus bauen können. Jedes Element darf nicht mehr wiegen, als zwei Personen zu heben vermögen. Zudem soll der Entwurf flexible sein, damit die Bewohner ihr Haus nach ihren Wünschen einrichten können. Resultat des Workshops ist ein zweigeschossiges Haus, das aus Holz- und Stahlrahm konstruiert und mit verschiedenen Materialien beplankt wird. Photovoltaikpaneele auf dem Dach sollen mehr Strom produzieren als nötig und so die Baukosten finanzieren. Bald wird das Projekt konkret: Die Architekten wollen zusammen mit der Nonprofitorganisation IkhayaLami einen überarbeiteten Entwurf in Cape Town in Südafrika aufbauen und testen.

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