Holztakt und Industriemelodie

Die Wohnüberbauung ‹Krokodil› verdichtet das Sulzer-Areal in Winterthur mit industriellen Referenzen. Holz gibt die Struktur vor, bleibt aber im Hintergrund.

Fotos: Jürg Zimmermann

Die Wohnüberbauung ‹Krokodil› verdichtet das Sulzer-Areal in Winterthur mit industriellen Referenzen. Holz gibt die Struktur vor, bleibt aber im Hintergrund.

Holz hat einen Minderwertigkeitskomplex, könnten böse Zungen behaupten. Stets will es im Vordergrund stehen, wenn es denn mal endlich statt Beton oder Backstein zum Zug kommt. Selbst bei einem Wohnblock in der Stadt muss es sich an der Fassade brüsten, so schön haptisch und heimelig wirkt es doch. Und wenn nicht auf der Gebäudehülle, dann mindestens im Inneren, wo die Balken tragen und die Bretter laufen. Nicht so auf dem Sulzer-Areal in Winterthur. So viel Holz wie hier wurde noch in kaum einem Gebäude in der Schweiz verbaut. Doch zu sehen ist davon nichts. Jedenfalls zunächst. Das verwundert nicht am Rand des ehemaligen Industrieareals von Sulzer, das der Baukonzern Implenia zur dichten ‹Lokstadt› umkrempelt (siehe ‹Quartier im Umbruch› unten). Alte Backsteingebäude geben hier den Ton an, neue Massivbauten suchen den Anschluss an früher. Mittendrin besetzt das ‹Krokodil› einen wuchtigen Blockrand, 106 auf 65 Meter. Die Grossform steht in der Tradition der grossen Hallenvolumen auf dem...

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