Schweizer Fichte für Schweizer Bauern: Bürohaus Laur-Park, Brugg. Fotos: Georg Aerni

Holz arbeitet in der Stadt

Den Wohnungsbau hat das Material Holz bereits erobert, nun ist die Arbeitswelt dran. Axel Simon besuchte drei Bürohäuser aus Holz und ihre Ingenieure und Architekten: Beim Medienhaus von Tamedia schaffen sie mit dem Baustoff mediale Aufmerksamkeit, beim «Lifecycle Tower» in Dornbirn eine glänzenden Ökobilanz und beim Bürohaus «Laur-Park» fragten sie sich ganz grundsätzlich: «Wie sieht ein Bürohaus aus Holz aus?»

Was bringt den Holzbau weiter? Forschen am System oder ein 
bravouröses Unikat? Bürobauten aus Holz in Dornbirn, Brugg und Zürich. «Wir bringen Holz als Baumaterial in die Stadt.» Das Ziel der Firma Cree heisst nachhaltiges Bauen, ihr Produkt «LifeCycle Tower» (LCT). Hundert Meter hohe Häuser aus Holz soll das Holz-Hybrid-Bausystem möglich machen. In Vorarlberg steht nun ein Prototyp. Als erstes achtgeschossiges Holzhaus in Österreich wird es durch die Medien gereicht. Ähnlich wie das neue Gebäude von Tamedia in Zürich. Bei dem geht es jedoch nicht um ein häufig anwendbares System, sondern um die grossartige Einzelleistung eines japanischen Architekten und eines Holzbauingenieurs aus dem Appenzell. Dazwischen liegt das neue Bürogebäude Laur-Park in Brugg: Seine Holzskelettkonstruktion reflektiert das Image der Bauherrschaft, des Schweizerischen Bauernverbands. Holz in der Stadt kann viel: Nachhaltigkeit vermarkten, Aufsehen erregen oder über seinen Inhalt sprechen.System und Vermarktung Wir stehen in Dornbirn. Die Allerweltsgebäude des Gewerbegebiets lassen nicht vermuten, dass der Bahnhof nah ist. Hinter Cree steckt die aus Vorarlberg stammende Rhomberg-Gruppe, die aus dem Massivbau kommt. Ihr LCT verspricht eine bis zu neunzig Prozent verbesserte CO²-Bilanz von der Wiege bis zur Bahre. Als Gewinner eines Forschungswettbewerbs wird das System vom Staat Österreich gefördert. Der avancierte «Holzarchitekt» Hermann Kaufmann brachte es zur Baureife. Und er baute den Prototypen, der hinter dem Parkplatz aufragt. Der «LCT One» bleibt mit 25 Metern knapp unter der Hochhausgrenze. Wie ein neuer BMW glänzt das Aluminiumblech der Fassade, darin die gleichförmigen Reihen der Fenster wie ausgestanzt. Auch die Worte des Architekten klingen nach Fahrzeugbau: Mit dem Gewicht musste man runter, die Produktionsbedingungen anderer Länder im Blick haben. Internationale Holz...
Holz arbeitet in der Stadt

Den Wohnungsbau hat das Material Holz bereits erobert, nun ist die Arbeitswelt dran. Axel Simon besuchte drei Bürohäuser aus Holz und ihre Ingenieure und Architekten: Beim Medienhaus von Tamedia schaffen sie mit dem Baustoff mediale Aufmerksamkeit, beim «Lifecycle Tower» in Dornbirn eine glänzenden Ökobilanz und beim Bürohaus «Laur-Park» fragten sie sich ganz grundsätzlich: «Wie sieht ein Bürohaus aus Holz aus?»

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