Hochhaus light

Teuer und teuflisch viele Emissionen: Wohnhochhäuser gelten nicht als Bauform der Zukunft. Nun wagen sich drei Projekte daran, die Nachteile wettzumachen.

Teuer und teuflisch viele Emissionen: Wohnhochhäuser gelten nicht als Bauform der Zukunft. Nun wagen sich drei Projekte daran, die Nachteile wettzumachen.

Vor einem halben Jahrhundert begannen sie in den Himmel zu wachsen: Hochhaussiedlungen wie Le Lignon in Genf, das Tscharnergut, das Fellergut und das Schwabgut in Bern, das Lacuna-Quartier in Chur, das Lochergut und die Hardau in Zürich – um nur ein paar Bekanntheiten aus der Reihe der gebauten Gebirge zu nennen. Man erstellte diese Starbauten der damaligen Hochkonjunktur noch ohne hohe Anforderungen an Brandschutz, Erschliessung und Versorgung und deshalb günstiger als heute. Später musste das Wohnhochhaus unten durch. In der Stadtflucht der 1980er- und 1990er-Jahre sank sein sozialer Status ins Bodenlose – jedenfalls bei allen, die nicht darin wohnten. Mit der Jahrtausendwende kam jedoch der Wiederaufstieg, dieses Mal endgültig zum Luxus- und Prestigebau. Immobilienfirmen setzten damit in der Renaissance der Städte ihre Duftmarken auf Umnutzungsareale und überkompensierten die inzwischen teure Bauweise mit exorbitanten Miet- und Stockwerkpreisen. Eine neue Generation Und heute? Inzwischen zählen der Klimaschutz und in den Städten wieder der günstige Wohnraum. Doch auf diese Fragen der Stunde scheint das Hochhaus die falsche Antwort zu sein. Es ist und bleibt ein teures Vergnügen. Als Schwergewicht benötigt es ein Tragwerk und eine Fundation, die besonders stark sind – und damit enorm CO2- und energie-intensiv. Nun will eine Reihe von Projekten diese Nachteile wettmachen und eine neue Generation von Hochhäusern errichten. Dabei wirkt der Anlagedruck mit, aber auch die Innenentwicklung: Diese erlaubt teilweise Volumen, die je nach Standort kein anderer Bautyp mehr auftürmen kann. Gelingt die Neukonfiguration des Wohnhochhauses? Die magische Grösse für bezahlbaren Wohnraum heisst Baukosten pro Quadratmeter Hauptnutzfläche (HNF). Die magische Grösse für den Klimaschutz heisst Treibhausgasemissionen (THGE) pro Quadratmeter Energiebezugsfläche (EBF). Weniger von b...

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