Das Holzmodul lässt sich beliebig stapeln und vertikal kombinieren. (Visualisierung: PD HSLU)

Hoch und mega flexibel mit Holz

Forschende der HSLU haben zusammen mit Partnern aus der Baubranche einen Baukasten für Holz-Hybridhochhäuser entwickelt, der auf einem 17 mal 17 Metern grossen Modul basiert. Getragen wird es von «Megastützen».

Das «Modul17» – so der Name – misst im Grundriss 17 auf 17 Meter und ist 14.5 Meter hoch. Es besteht zu fast 90 Prozent aus Holz, die Decken sind als Holzbetonverbund konstruiert. In den Ecken tragen sogenannte «Megastützen», in denen die Haustechnik geführt wird. Raumhohe Fachwerkträger leiten die vertikalen Lasten weiter. Das Modul ist im Inneren stützenfrei und kann flexibel unterteil werden, sowohl horizontal wie vertikal. Architekten können Decken und Wände nach Belieben setzen und die Fassade unabhängig vom Modul verändern. «Sogar ein nachträglicher Umbau eines Bürohauses in ein Wohnhaus oder umgekehrt ist mit dem Modul17 möglich», erklärt Projektleiter Frank Keikut in der Medienmitteilung. Die Hochschule testete den Baukasten mit einem virtuellen Prototyp, der 130 Meter hoch ist und aus 58 Modulen besteht. Innosuisse hat das Projekt, das die Hochschule Luzern gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus der Baubranche entwickelte, unterstützt. Eine Publikation dazu ist im VDF Hochschulverlag erschienen.

 

Explosionszeichnung des Moduls

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