Ein Haus als Provokation im braven Zürich-Wipkingen. Fotos: Valentin Jeck

Hautloses Haus?

In der gemauerten Fassade des Neubaus von Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler in Zürich-Wipkingen quillt der Mörtel zwischen den Ziegeln hervor. Gehört sich das?

Der Sockel: Beton. Das Dach: Beton. Im gemauerten Mittelteil quillt der Mörtel zwischen den Ziegeln hervor. Erster Gedanke: Da fehlt was! Zweiter Gedanke: Nein, die Anschlüsse stimmen, die Sonnenstoren sind ausgefahren, das muss die fertige Fassade sein. Gehört sich das in einem so ruhigen Quartier wie Zürich-Wipkingen? Sicher nicht! Das Haus rebelliert. Die herausgequetschten Fugen provozieren. Ist das nun Unbeschwertheit oder Zynismus? Die Art der Fenster, die Proportionen und die schrägwinklige Plastik des Baukörpers verraten Eingeweihten den Namen der Architekten: Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler. Zynisch wollen sie nicht sein, wie die Besichtigung mit der Architektin zeigt. «Pluralistisch!» Elitär? Nicht im bildungsbürgerlichen Sinn, aber als Gegenteil von populistisch schon. ###Media_2### Die Bauherrschaft ist eine kultivierte Familie, die seit 25 Jahren an diesem Ort lebt. Ihr in den Worten Hächlers «biederes» Haus tauschten sie gegen einen Neubau ein, der auch ein architektonisc...
Hautloses Haus?

In der gemauerten Fassade des Neubaus von Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler in Zürich-Wipkingen quillt der Mörtel zwischen den Ziegeln hervor. Gehört sich das?

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