Kein guter Mensch: Adolf Loos hat Kinder sexuell missbraucht. Fotos: ÖNB/Wien, NB 509090-B

Grüsel Loos

Der berühmte Wiener Architekt wurde 1928 von einem Gericht der Schändung dreier kleiner Mädchen verurteilt – ein Sachverhalt, den seine Biographen bis heute gern runterspielen. Kürzlich aufgetauchte Vernehmungsakten zeigen nun, dass es wohl schlimmer war, als bisher angenommen.

Jeder hat mindestens eine Leiche im Keller. Adolf Loos hat mehr als bisher angenommen. Bekannt war: Der berühmte Architekt wurde 1928 von einem Wiener Gericht der Schändung dreier kleiner Mädchen verurteilt – auf Bewährung. Loos Biographen spielten das bisher runter und taten es, wie Adolf Opel, als «Konflikt mit dem bürgerlichen Moralkodex» ab – tatsächlich geisterte durch die intellektuellen Zirkel dieser Zeit das Ideal der Kindfrau.  Auch die grosse Ausstellung im Wiener MAK ‹Wege der Moderne – Josef Hoffmann, Adolf Loos und die Folgen› (siehe Hochparterre 3/2015) klammerte dieses düstere Kapitel aus. In ihrem Zentrum stand eine Rekonstruktion des berühmten, plüschig-weissen Schlafzimmers, das Loos für seine Frau bauen liess. Und in dem er die acht- bis zehnjährigen Erika, Marie und Ida mehr als nur betrachtete, wie man nun weiss. Denn kürzlich tauchten die verschollenen Vernehmungsakten auf, 300 Seiten, die ein Mitarbeiter des Archivs hatte mitgehen lassen. Nun kann jeder das ...
Grüsel Loos

Der berühmte Wiener Architekt wurde 1928 von einem Gericht der Schändung dreier kleiner Mädchen verurteilt – ein Sachverhalt, den seine Biographen bis heute gern runterspielen. Kürzlich aufgetauchte Vernehmungsakten zeigen nun, dass es wohl schlimmer war, als bisher angenommen.

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