Ein Tag mit Familie Weber in der Webermühle: Bilder aus dem Werbeprospekt der 1970er Jahre.

Göhner wohnen

Die Göhner-Siedlungen gehören zu den wichtigsten Zeugen der Siedlungsentwicklung während der Hochkonjunktur der 1960er und 1970er Jahre. Erstmals befasst sich eine Ausstellung mit den Plattenbausiedlungen der Ernst Göhner AG.

Die Göhner-Siedlungen gehören zu den wichtigsten Zeugen der Siedlungsentwicklung während der Hochkonjunktur der 1960er und 1970er Jahre. Nach demselben Vorfertigungsprinzip schuf die Ernst Göhner AG zwischen 1965 und 1980 in den Agglomerationen Zürich und Genf rund 9000 Wohnungen. Anders als in vielen Ländern sprachen die Plattenbauten ausdrücklich eine junge Mittelschicht an und boten vielen Familien grosszügigen Wohnraum im Grünen. Der gesellschaftliche Wertewandel und die Ölkrise von 1973 beendeten die Wachstumseuphorie und veränderten den Blick auf die Grossiedlungen radikal.
Erstmals befassen sich eine Ausstellung und eine Publikation mit den Plattenbausiedlungen der Ernst Göhner AG. Von der Architektur ausgehend, bietet die Ausstellung einen umfassenden Zugang zum Phänomen, der auch den geschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext der Entstehungsjahre mit einbezieht. Sie zeigt das integrale System der Ernst Göhner AG, von der Baulandsuche über den Städtebau mit vorgefertigten Normelementen bis hin zur Vermarktung der einzelnen Wohnungen. Auf anschauliche Weise dokumentiert die Ausstellung den Wandel im Verständnis der Siedlungen seit ihrer Entstehung bis zum heutigen Tag.

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