Das Theater in Freiburg kragt wuchtig aus, das alte Restaurant aber macht nicht Platz für die grosse Geste. Fotos: Rolf Siegenthaler

Gleichgewicht in Schieflage

Das Theater «Equilibre» in Freiburg ist ein 
städtebaulicher Markstein. Doch bei der 
Umsetzung verliess die Stadt der Mut.

«Ein Theater darf ein Monument sein», sagt der Zürcher Architekt Jean-Pierre Dürig. Das Gastspielhaus «Equilibre» in Freiburg ist ein wuchtiges Volumen, eine kühne Form — ein starkes Stück. In der Mitte ragt der ge-
schlossene Bühnenturm rund dreissig Meter in die Höhe. Auf zwei Seiten greift das Haus 15 und 19 Meter weit in den Stadtraum aus. Die beiden Auskragungen halten den Theatersaal und die Probebühne im Gleichge-
wicht. Der Neubau gleicht einem Januskopf. Er hat nicht Front- und Rückseite, sondern zwei Hauptfassaden.Ein solches Monument polarisiert und stösst mit seiner wuchtigen Stirn einige Leute vor den Kopf. Es baut die Stadt nicht weiter, sondern steht als Sonderling da. Doch was für ein Wohn- oder Bürohaus unerträglich wäre, ist für ein öffentliches Bauwerk eine legitime Strategie. Freiburg wagte einen Bau, der in manch anderen Städten, in denen Leuchttürme nicht hell strahlen dürfen, bachab geschickt worden wäre. Allerdings waren auch die Freiburger skeptisch: ...
Gleichgewicht in Schieflage

Das Theater «Equilibre» in Freiburg ist ein 
städtebaulicher Markstein. Doch bei der 
Umsetzung verliess die Stadt der Mut.

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