Die Preisträger JOM Architekten aus Zürich: Michael Metzger, Philippe Jorisch, Stefan Oeschger

Generation 2016

Der diesjährige ‹Foundation Award› geht an das Zürcher Architekturbüro JOM. Um den Förderpreis für Jungarchitekten haben sich heuer 40 Büros beworben, das Startfeld war stärker als je zuvor.


Beim Foundation Award interessiert die Jury das gebaute oder geplante Werk eines Büros nur am Rande. Sie interessiert, ob ein Büro, ein Team oder ein Einzelmensch es schafft, seine Haltung zu charakterisieren, seine Arbeitsweise, das, wofür er steht, wie er arbeitet und warum eigentlich.

Dieses Jahr geht der Preis, der aus Sachpreisen im Wert von 17'000 Franken besteht, an JOM Architekten aus Zürich. In ihrer Bewerbung werfen sie einen Blick auf sich selbst: Drei Partner aus verschiedenen Schulen suchen nach der Schnittmenge ihrer Herkünfte und dem aktuellen Architekturdiskurs. Sie zeichnen Grafiken und Skalen, sie entwerfen einen streng strukturierten Arbeitsprozess mit Projektleiter, Götti und externem Kritiker. In ihrem Atelier veranstalteten sie eine Diskussionsreihe mit Architekten, Planern und Künstlern, die sie nach Zielen und Rollen, Visionen und Missionen befragten: ‹Generation 2015 Wohin?›. Und wie sich das für ihre Generation gehört, verbreiteten sich die Gespräche weit über Social Media.

Der 2. Preis in Höhe von 4000 Franken ging an Lilitt Bollinger Studio, Basel, der 3. Preis in Höhe von 3000 Franken an Jaeger Koechlin Architekten, Basel. Der Foundation Award wird von ComputerWorks veranstaltet und von verschiedenen Firmen getragen: ComputerWorks, Hewlett-Packard (Schweiz), art-tv.ch, PSA Publishers, Vectorworks, Hochparterre und dem S AM Schweizerischen Architekturmuseum, wo gestern die Preisverleihung stattfand. 

Kommentare

Sabine 29.06.2016 06:43
Wieder typisch. Wiedermal nur Männer ausgewählt. Man hätte auch Architektinnen auf den ersten Preis setzen können - wo bleibt die Quote für Frauen bei Preiserteilungen und Wettbewerbsgewinnen?
Mateja Vehovar 30.06.2016 08:16
Die Frage stellt sich: wer war in der Jury?Der Ausschluss von weiblichen Talenten fängt leider früh an. Man beachte die geringe Zahl von Entwurfsprofessorinnen an der ETH Zürich. Es braucht noch mehrere Generationen, bis sich dies ändert. Wir Frauen sollen jedoch nicht jammern sondern handeln. Wir müssen uns neben dem Berufsalltag auch in Gremien und auch sonst öffentlich für den Beruf engagieren.
Axel Simon 30.06.2016 08:47
Richtig: Die einzige Frau ist 2016 nur auf dem 2. Platz gelandet. Richtig: In der Jury sass nur eine Frau (Vom letzten Mal kam der Sieger und nicht die Siegerin in die Jury). Falsch: Es gewinnen immer nur Männer. Letztes Mal war eine Frau dabei, vor drei Jahren sogar ein reines Frauenbüro. Aber, klar, die Tatsache, dass wir Begriffe wie 'Frauenbüro' brauchen ist schon ein Armutszeugnis.
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