Angela Deubers Schulhaus Buechen in Thal überzeugte die Jury durch einfache Regeln und gezielte Ausnahmen, die dem Gebäude im Zusammenspiel mit den tragenden Elementen und dem hervorragend verarbeiteten Sichtbeton eine beschwingte Leichtigkeit verleihen. Fotos: Giuseppe Micciché / Architekturpreis Beton 17

Geliebt, gehasst und angewandt

Der Betonpreis 17 geht nach Chur: Die Architektin Angela Deuber erhält die mit 50'000 Franken dotierte Auszeichnung für ihr Schulhaus in Buechen. Den Förderpreis für Jungarchitekten erhält das Atelier Scheidegger Keller.

Der Architekturpreis Beton wird seit 1977 im Rhythmus von vier Jahren verliehen. Sein Ziel ist es, hochstehende und innovative Betonarchitektur zu fördern. Die 157 Eingaben für die Ausgabe 2017 war Rekord. Aus ihnen wählte die sechsköpfige Jury unter dem Vorsitz von Mike Guyer 16 Bauten aus und reiste anhand dieser Shortlist drei Tage lang quer durch die Schweiz um die Gebäude zu besichtigen. Sie suchte nach Bauten, die im Hinblick auf ihre Materialisierung, ihre konstruktive und strukturelle Durchbildung, ihre Form sowie die räumliche Wirkung neue Wege mit Beton beschreiten. Gefunden haben sie das im Gewinnerprojekt, dem Schulhaus Buechen der Churer Architektin Angela Deuber: Ihr Bau in Thal besticht durch einfache Regeln und gezielte Ausnahmen, die dem Gebäude im Zusammenspiel mit den tragenden Elementen und dem hervorragend verarbeiteten Sichtbeton eine beschwingte Leichtigkeit verleihen. Jeweils eine Auszeichnung erhielten Christ & Gantenbein für die Erweiterung des Landesmuseums Zürich, Meili & Peter Architekten für das Wohnhochhaus Zölly in Zürich sowie Penzel Valier für ihre Sporthallen Weissenstein in Bern. Bereits zum zweiten Mal wurde zudem der Förderpreis für Jungarchitekten vergeben, der an das Atelier Scheidegger Keller aus Zürich geht, das die Jury mit ihrem «Haus mit zwei Stützen» überzeugte. 
Anlässlich der Preisverleihung wurde die Ausstellung zum Architekturpreis Beton 17 eröffnet, in der die fünf ausgezeichneten Gebäude und erstmals auch alle Projekte der engeren Wahl vorgestellt werden. Diese ist bis am Sonntag, 27. August 2017 in der Haupthalle der ETH Zürich zu sehen sein. Anschliessend wandert sie in zahlreiche Hochschulen und Architekturforen in der ganzen Schweiz. 

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