Boltshauser Architekten gewinnen Gold in der Kategorie ‹Büro- und Gewerbebauten› für den eigenen Atelierumbau in der Zürcher Dubsstrasse. (Foto: Beat Bühler)

Fritz-Höger-Gold für Roger Boltshauser, Silber für Darlington Meier und E2A

Neun von über 500 Backsteinbauten erhielten Gold beim Fritz-Höger-Preis 2014. Die Zürcher Boltshauser Architekten siegten mit ihrem Atelier.

Spätestens mit der gestaffelten Ecke des Hamburger Chile-Hauses schrieb sich Fritz Höger in die Architekturgeschichte ein. Er zählt zu den grossen Vertretern des Backsteinexpressionismus, der um 1920 vor allem im Norden zwischen Westfalen und Holland erblühte. Seit 2008 zeichnet der Fritz-Höger-Preis im Dreijahresrhythmus Backsteinbauten aus, die ökonomisch, ökologisch und gestalterisch überzeugen. Letzten Freitag wurden die Gewinner der dritten Auslobung im Deutschen Architekturzentrum zu Berlin geehrt. Unter den über 500 Projekten, die aus der ganzen Welt und in acht Kategorien eingereicht wurden, konnten sich drei Schweizer Büros durchsetzen, alle mit Sitz in Zürich: E2A Architekten gewinnen mit dem Zürcher Wohnhochhaus Escher-Terrassen einen von fünf Silberpreisen in der Kategorie Wohnungsbau. Gleiches gelingt Darlington Meier Architekten mit Lukas Imhof, die das von deutschen Architekten ausgeführte Katharinenquartier in Hamburg entwarfen. Boltshauser Architekten erhalten ungeteilt Gold in der Kategorie Büro- und Gewerbebauten für das eigene Büroatelier im Hinterhof der Zürcher Dubsstrasse (Hochparterre berichtete in der Ausgabe 6-7/2010).

Fritz-Höger-Preis 2014 für Backsteinarchitektur
– Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten bis zum 19. Oktober 2014 im Taut-Saal des Deutschen Architekturzentrum, Berlin
– Jury: Heiner Farwick, Kaye Geipel, Andreas Meck, Alexander Schwarz, Enrique Sobejano
– Beiträge: 504 (davon 87 nominiert)

Ausgezeichnete Projekte
– ‹Grand Prix›: Alvaro Siza / Rudolph Finsterwalder (Stuttgart), Siza-Pavillon auf der Museumsinsel Hombroich (Deutschland)
– Gold in der Kategorie ‹Öffentliche Bauten, Sport und Freizeit›: VON M (Stuttgart), Museum Luthers Sterbehaus (Lutherstadt Eisleben, Deutschland)
– Gold in der Kategorie ‹Büro- und Gewerbebauten›: Boltshauser Architekten (Zürich), Umbau Atelierhaus Dubsstrasse (Zürich)
– Gold in der Kategorie ‹Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau›: vir.mueller architects (Neu Delhi, Indien), Defence Colony Residence (Neu Delhi)
– Gold in der Kategorie ‹Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte›: H Arquitectes (Barcelona, Spanien), 1101 House (Barcelona)
– Gold in der Kategorie ‹Ganzheitliche Sanierung›: Dohse Architekten (Hamburg), Hamburger Bestattungsforum Ohlsdorf (Deutschland)
– Gold in der Kategorie ‹Weiterbauen im Bestand›: Witherford Watson Mann Architects (London), Astley Castle (Warwickshire, Grossbritannien)
– Gold in der Kategorie ‹Newcomer›: Jans Rösler (Berlin), Haus Stein (Sachsen Anhalt, Deutschland); M+DB Architecten (Den Haag, Holland), House LS (Medampe, Sri Lanka)

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