Die Notunterkünfte in der Messehalle 9, dicht gedrängt auf 2 Etagen. (Foto: Annick Ramp / NZZ) Fotos: Annick Ramp / NZZ

Flüchtlingsdorf in der Messe Zürich

Das «Flüchtlingsdorf aus Pressspan» ersetzt die nicht feuerfesten «Better Shelter» der Ikea-Stiftung. Ein Kommentar zur schaurigen Architektur für Menschen in Not.

Die über 60 Häuschen, die seit gestern in einer Zürcher Messehalle Flüchtlinge beherbergen, sind eine Notlösung für die Notlösung. Sie sind trist, unfertig und zusammengebastelt. Kein Wunder: Sie wurden in wenigen Wochen über die Festtage geplant, gebaut und wurden am Montag bezogen. Wer nun aber dem Team um Architekt Bruno Vogel die mangelnden ästhetischen, funktionalen und architektonischen Qualitäten der Bauten vorwirft, greift zu kurz. Die Baracken werfen eher die Frage auf, wie ein voraussehbares Problem in einer «innovativen» Stadt wie Zürich eine solche Lösung erhalten kann. Wir haben Hochschulen, Architektur- und Designbüros, die zurecht Weltruhm geniessen. Gleichzeitig schaffen wir es nicht, einer konkreten und wichtigen Herausforderung zu begegnen. Dies sollte uns zu denken geben. Umso mehr als das Erstellen von temporären Bauten eine attraktive Aufgabe mit vielen historischen Vorbildern ist. Alle Architektur ist temporär, insbesondere Wohnbauten. Die Unterkünfte stehen richtigerwe...
Flüchtlingsdorf in der Messe Zürich

Das «Flüchtlingsdorf aus Pressspan» ersetzt die nicht feuerfesten «Better Shelter» der Ikea-Stiftung. Ein Kommentar zur schaurigen Architektur für Menschen in Not.

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