Am 27. Oktober lädt der Bündner Heimatschutz zum Fest der Baukultur. (Plakat: Donat Caduff)

Fest der Baukultur in Chur

Am 27. Oktober steigt in Chur das Fest der Baukultur. Mit Vorträgen, Ausstellungen, Musik und Peter Zumthor.

Auf dem Plakat für das Fest der Baukultur glüht der Piz Bernina in der Sonne. Johann Coaz hat den höchsten Gipfel Graubündens am 18. September 1850 bestiegen. Er war ein Gründerpionier im 19. Jahrhundert: Kartograf, Förster, Lawinenforscher, er war Bündner, St. Galler und schliesslich Schweizer Oberförster bis er über 90 Jahre alt war. Köbi Gantenbein führt mit seiner Kapelle in einer Suite sein Leben und Werk vor, denn Coaz Einfluss auf Landschaft und Baukultur ist immens. Das ist aber nur ein kleiner Beitrag zum reichen Programm, das Ludmila Seifert vom Bündner Heimatschutz für das Fest zur Baukultur am 27. Oktober zusammengestellt hat. Es findet in der Gewerbeschule Chur statt, einem bedeutenden Bau von Andres Liesch in der Nachkriegsmoderne. Jürg Conzett wird über seine Entwurfspraxis als Ingenieur reden, seine Frau Lydia stellt die Modelle aus, die sie für Conzett und Bronzinis Brücken baut. Leza Dosch, der Doyen der Bündner Architekturgeschichte, wird sprechen und Marcel Just, der Sammler und Forscher der Moderne, seine Schätze vorstellen. Berührend wird gewiss die Bildergalerie von Jaromir Kreiliger. Der junge Fotograf zeigt seine Sicht auf das Werk des jüngst verstorbenen Architekten Röbi Obrist. Und niemand wird das Gespräch von Peter Zumthor und Gion Caminada verpassen wollen, die 1996 zusammen in einem Film von Christoph Schaub für das romanische Fernsehen über Architektur sprachen – ein Film, der Hochparterres erstes Buch zur Baukultur in Graubünden gestiftet hat und den wir noch als Videokassette und die Welt schickten. Am Fest wird er wieder aufgeführt. Dazu gilt: Zusammensitzen, essen und trinken. Der Eintritt kostet nichts.

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