Das Bodenelement spart Material und integriert die Haustechnik. (Foto: ETH Zürich)

ETH am WEF

Die ETH präsentiert ihre Forschung am WEF in Davos mit einem Pavillon zum Thema «Rethinking Design». Zu sehen sind neben Schwimmrobotern und Selbstbaugames auch materialsparende Decken der Block Research Group.

Die Tragstruktur macht bis zur Hälfte der grauen Energie aus, die in einem mehrgeschossigen Massivbau steckt. Die Block Research Group forscht darum zusammen mit anderen ETH-Professuren schon seit einigen Jahren an einem Bodensystem, das Gewicht spart. Erste Prototypen hat Philippe Block an der Architekturbiennale 2016 in Venedig präsentiert, nun stellt die ETH in ihrem Info-Pavillon am WEF in Davos eine Weiterentwicklung vor, wie sie dieses Jahr im Nest-Gebäude der Empa in Dübendorf montiert werden soll. Die Bodenelemente sind flach und rechteckig, tragen aber wie Schalen. Die Konstruktion braucht 70 Prozent weniger Material als eine herkömmliche Betondecke. Die Kräfte sind geringer, so dass künftig auch weniger belastbare Materialien zum Einsatz kommen könnten. Und in den Hohlräumen können Leitungen, Rohre und andere Haustechnik verlegt werden. Das spart Platz und damit Bauvolumen.

Die Konstruktion ist vom 22. bis 25. Januar 2019 im «Rethinking Design»-Pavillon der ETH in Davos zu sehen. WEF-Gänger können dort auch einen virtuellen Rundgang durch das Dfab-House machen, das die ETH Ende Februar im Nest-Gebäude in Dübendorf eröffnet. Im Game Technology Center erfinden, bauen und spielen Besucher ihr eigenes Computerspiel. Und im Tastelab-Restaurant werden sie von Naturwissenschaftlern bekocht. Ausserdem zeigt der Pavillon schwimmende, skatende und handweiche Roboter, temperaturveränderliche Materialien und Moleküle im virtuellen Raum.

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