Caplutta Sogn Benedetg von Peter Zumthor, Sumvitg, 1988 (Foto: Hans Danuser) Fotos: zVg, S AM Basel

«Es ist heute nicht mehr möglich, als Architekt die Bildregie zu führen»

Das Schweizerische Architekturmuseum in Basel blickt in der Ausstellung «Bildbau» auf 25 Jahre helvetische Baukunst und ihre Bilder zurück. Direktor Hubertus Adam erklärt im Interview, wie sich die Architekturfotografie gewandelt hat.

Das Schweizerische Architekturmuseum in Basel blickt auf 25 Jahre helvetische Baukunst und ihre Bilder zurück. Die Ausstellung «Bildbau» präsentiert Fotografien von vierzig Bauten von Buchner Bründler bis Peter Zumthor. Die Kuratoren Hubertus Adam und Elena Kossovskaja planten keine Schau über Architektur, sondern über Bilder. Die Fotos hängen kommentarlos im Raum. Die Besucher sollen schauen, nicht lesen. Denn es gibt einiges zu sehen. Die bildgewaltige Ausstellung steckt eine verblüffende Vielfalt an fotografischen Positionen ab. Mehr über die Bedeutung der Bilder erfährt man in Videointerviews mit den Architekten und Fotografen. Ein Analyseteil informiert über die Geschichte der Architekturfotografie. Wir versinken im Internet in der Bilderflut. Warum gerade jetzt eine Ausstellung über Architektur nur mittels Fotografie?Hubertus Adam: Wir leben in einer Zeit, die so stark mit Bildern gesättigt ist wie noch nie. Jeder ist als Bildproduzent mit dem Handy aktiv. Um zu zeigen, wie sich die Architekturfotografie in dieser bildgeprägten Zeit entwickelt hat, blicken wir 25 Jahre zurück. Damals suchten Architekten wie Peter Zumthor oder Herzog & de Meuron den Kontakt zu Künstlern, um der Architekturfotografie neue Impulse zu geben. Dies war der Ausgangspunkt für eine neue Beziehung zwischen Architektur und Kunstfotografie. Nach welchen Kriterien haben Sie die Bauten ausgewählt?Wir – Elena Kossovskaja und ich als Kuratorenteam – haben versucht, ein Panorama der Schweizer Architektur zu zeigen. Aber das eigentliche Auswahlkriterium waren die Bilder. Wir wollten möglichst viele fotografische Sichtweisen präsentieren. Die Ausstellung geht vom Visuellen aus, wir zeigen keine Pläne. Es geht uns nicht darum, dass der Besucher das Haus begreift, sondern dass er möglichst viele fotografische Perspektiven sieht.Stammen die Bilder von den Fotografen, die die Architekten be...
«Es ist heute nicht mehr möglich, als Architekt die Bildregie zu führen»

Das Schweizerische Architekturmuseum in Basel blickt in der Ausstellung «Bildbau» auf 25 Jahre helvetische Baukunst und ihre Bilder zurück. Direktor Hubertus Adam erklärt im Interview, wie sich die Architekturfotografie gewandelt hat.

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