Laut der HSLU ein «gelungenes Beispiel für ein Mehrfamilienhaus mit Einfamilienhausqualitäten»: Wohnhaus in Eschenbach von GKS Architekten + Partner. Fotos: © GKS Architekten + Partner

Eine Wohnung wie ein Haus

«Mehrfamilienhäuser können die gleiche Wohnqualität wie Einfamilienhäuser bieten», schreibt die Hochschule Luzern. Mit acht neuen Haustypen will sie Hüsliträumer bekehren und die Zersiedelung eindämmen.

«Mehrfamilienhäuser können die gleiche Wohnqualität wie Einfamilienhäuser bieten», schreibt die Hochschule Luzern. In einer Studie unter der Leitung von Architektin Amelie-Theres Mayer hat sie untersucht, welche Eigenschaften sich vom Einfamilienhaus auf ein Mehrfamilienhaus übertragen lassen. So will die Hochschule Hüsliträumer bekehren und die Zersiedelung eindämmen. Dazu haben die Forscher EFH-Besitzer befragt und Wohnüberbauungen unter die Lupe genommen. Auf Basis der Analyse hat das Team acht neue Mehrfamilienhaustypen entworfen. Diese verfügen unter anderem über offene Wohnzimmer, individuelle Hauseingänge und private Aussenbereiche. Der Ansatz klingt sympathisch, es fragt sich aber, ob eine Forschung dieser Art nötig ist. Mit jedem Wettbewerb für eine Wohnüberbauung zerbrechen sich Architekten den Kopf, wie sie Wohnqualität trotz Einschränkungen erreichen können – auch wenn sie diese nicht direkt aufs Hüsli abstellen. Abgesehen davon: Wer es sich leisten kann, wird weiterhin in den eigenen vier Hausmauern wohnen. Mehr Wirkung hätte eine griffige Raumplanung und ein Belehren der Hüslibesitzer übers Portmonee.

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