Ein grosses Haus, mit feingliedriger Fassade: Modell der Kunsthauserweiterung.

Ein Zürcherisches Kunsthaus

Die Erweiterung des Kunsthauses ist typisch für Zürich: Das Volumen klotzt, doch das Haus protzt nicht. Wer die Stadt weiterbauen will, stimmt darum Ja. Ein Kommentar aus städtebaulicher und architektonischer Sicht.

«So wie du bist, so sind auch deine Gebäude», sagte der amerikanische Architekt Louis Sullivan. Die Zürcher mögen es nicht pompös und schrill, doch bescheiden sind sie auch nicht. Bei Raumprogramm und Bauqualität ist das Beste gerade gut genug, sei dies bei Schulen oder Museen. Und so trifft Sullivans Beobachtung auch auf die Erweiterung des Kunsthauses zu. Der Neubau ist eine grosse Kiste. Die Initianten packten das Raumprogramm randvoll mit Wünschen. Man kann sich fragen, ob all diese Flächen nötig sind. Sicher ist, dass David Chipperfield deshalb wenig Spielraum blieb, um das Volumen subtil in den Kontext einzufügen. In zwinglianischer Direktheit kaschiert der Architekt die Grösse nicht: Für das grosse Raumprogramm baut er ein grosses Haus. Alle vier Fassaden fahren schnurgerade von Eck zu Eck. So meinen die Gegner zu Recht, dass das Gebäude zu wenig gegliedert ist. Doch als «Elefant im Porzellanladen» gebärdet es sich nicht. Die Erweiterung ist weniger hoch als der Moserbau gegenüber. Un...
Ein Zürcherisches Kunsthaus

Die Erweiterung des Kunsthauses ist typisch für Zürich: Das Volumen klotzt, doch das Haus protzt nicht. Wer die Stadt weiterbauen will, stimmt darum Ja. Ein Kommentar aus städtebaulicher und architektonischer Sicht.

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