Das Mansion am Südpol: Ein Haus füllt die Bühne. Fotos: Walter Mair

Ein Haus füllt die Bühne

Im Zentrum des Theaterstücks «Das Mansion am Südpol» steht Haus E1027 der Designerin Eileen Gray. Der Stadtwanderer Benedikt Loderer hat es sich angesehen.

Ist’s ein Theaterstück oder ist’s ein bespieltes Bühnenbild? Das Haus E1027 der Architektin Eileen Gray steht schräg, raumfüllend auf der Bühne, sagt nichts, hat aber so viel Präsenz, dass es jene, die reden übertönt. Verrottet und verrostet ist das Haus, eine Immobilie, die auf die Denkmalpflege wartet. Was die  Bühne füllt, ist eine recht genaue Kopie des Originals von 1929. Ein Haus, das Le Corbusier gern selbst entworfen hätte und der nie dem Gerücht entgegentrat, es sei sein Entwurf. E1027 ist der müde Held des Stücks.   Neben ihm treten auf: Manl, ein Gelangweilter, Agnes das Mutti, Tamara, ein Sexihexi, die drei offensichtlich im Heute angesiedelt. Manl und Agnes haben das Haus geerbt, warum ist auch ihnen rätselhaft. Tamara kommt hereingeschneit, weil es in einem Film von Eric Rohmer auch so geht. Eileen Gray und Le Corbusier scheinen dagegen in den Dreissigerjahren zu Hause, genauer, Eileen wird ausgehaust und Corbu haust sich ein. Eine Parallelaktion: Mandl und Agnes wol...
Ein Haus füllt die Bühne

Im Zentrum des Theaterstücks «Das Mansion am Südpol» steht Haus E1027 der Designerin Eileen Gray. Der Stadtwanderer Benedikt Loderer hat es sich angesehen.

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